
Video Zusammenfassungen
Training mit Amstaff-Mischlingsrüde "Vito" –
Teil 3: Grenzen setzen 2.0
Vito zeigt bei fremden Personen nach wie vor freches Verhalten und soll Grenzen aufgezeigt bekommen
Connys Tipp: frühzeitiges Reagieren, dabei wichtig
Genauigkeit! Konsequentes Handeln ist stets wichtig, damit der Hund den Menschen ernst nimmt. Wenn der Hund also zum Bleiben aufgefordert wird und kurz vor der Belohnung einige Zentimeter nach vorne rutscht, um schneller an die Belohnung zu gelangen, wird er für dieses Verhalten nicht belohnt. Sonst besteht die Gefahr, dass der Hund ungenau wird und öfters früher aufsteht oder nachrutscht, da ja auch der Mensch nicht auf Genauigkeit besteht und eigentlich unerwünschtes Verhalten belohnt.
Ein klares NEIN! Um das Signal „Nein!“ zu etablieren, kann folgende Situation gestellt werden: Der Mensch lässt einen Futterbeutel zwischen seinen Beinen auf den Boden fallen. Durch diese Geste erhebt er eigentlich schon Besitzanspruch. Möchte sich der Hund nun den Beutel schnappen, geht der Mensch auf den Hund zu und blockt ihn dadurch körpersprachlich ab. Ein klares „Nein!“ unterstreicht das Verbot. Dabei ist wichtig, dass der Hund gar nicht erst an den Beutel rankommt, sondern das vom Hund angedeutete Verhalten frühzeitig unterbunden wird. Der Hund hat also im besten Fall gar keinen Erfolg und lässt sich vom Verbot des Menschen beeindrucken.
Signalgenauigkeit! Das Signal „Nein“ sollte strikt vom Signal „Aus“ getrennt werden. Oft wird die Ausgabe von Beute mit Maßregelung verwechselt. „Nein“ bedeutet, dass ein Hund etwas nicht tun darf. „Aus“ meint hingegen, dass ein Hund eine Beute ausspucken soll. Die Signale können natürlich individuell benannt werden, doch sollten sie niemals verwechselt werden.
Frühzeitige Reaktion! Damit ein Hund lernt, ein unerwünschtes Verhalten nicht mehr zu zeigen, ist es essenziell, dass der Hund das Verhalten gar nicht mehr zeigen kann. Der Mensch muss daher frühzeitig reagieren, wenn er merkt, was sein Hund „im Schilde führt“. Sieht man also zum Beispiel, dass sein Hund zu einer fremden Person läuft, um diese anzuspringen, sollte das Verhalten schon unterbrochen werden, bevor der Hund die Person anspringen kann. Der Hund darf keinen Erfolg mehr haben, damit er es nicht immer wieder macht.
Belohnung!? Zeigt der Hund das unerwünschte Verhalten nicht, sollte er belohnt werden. Gibt der Hund also zum Beispiel dem Impuls, jemanden anzuspringen, nicht nach, erhält er eine Belohnung. Vorsicht ist geboten, wenn der Hund zu oft belohnt wird, wenn er Ansätze von unerwünschtem Verhalten zeigt, dieses jedoch unterbrochen werden kann. Es besteht nämlich die Gefahr, dass der Hund anfängt, Ansätze von unerwünschtem Verhalten nur zu zeigen, damit er dann belohnt wird. Es macht also mehr Sinn, den Hund oft zu belohnen, wenn er das Verhalten gar nicht erst zeigt.
Körpersprache ist das A & O! Wenn der Hund auf das Abbruchsignal (z.B. „Nein!“) nicht reagiert, sollte der Hund über Körpersprache zu einem Abbruch des Verhaltens gebracht werden. Der Mensch muss also Präsenz zeigen und den Hund über seine Körpersprache entsprechend beeindrucken können.
Dampf ablassen zwischendurch! Für impulsive Hunde ist es wichtig, ab und zu auch „Dampf ablassen“ zu dürfen. Zwischen den Übungen macht es daher Sinn, eine Beschäftigungsform einzubauen, die keine Impulskontrolle erfordert, z.B. das Suchen von Futter. Nach dem Signal „Such“ darf der Hund sofort – also ohne zu warten – dem Futterstück hinterherhetzen und es suchen.