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Das steckt wirklich hinter den lustigen Bildern aus dem Netz!

Diese 6 Auswirkungen von Qualzucht waren Dir so noch nicht bewusst

Eines vorweg: Ich greife dieses Thema NICHT auf, weil ich auf Hundehalter*innen bestimmter Rassen den Zeigefinger richten möchte. Ich selbst habe im Bereich der Hundehaltung zu viele Fehler gemacht, als dass es mir erlaubt wäre, über andere zu urteilen. Ich habe mich zu wenig über Rassen und ihre Bedürfnisse informiert, aus Hilflosigkeit Trainingsweisen angewandt, die ich heute verfluche, und habe meine Hunde unzählig oft missverstanden oder ihr Verhalten fehlinterpretiert.

Auch wenn mir das alles so oft leid tut, das Gute daran ist: Nur durch die Suche nach Antworten bin ich zu der Hundetrainerin geworden, die ich heute bin. Ein hohes Maß an Empathie, aber auch das unangenehme Aufzeigen von Themen, die einem so nicht bewusst waren, gehören dazu. Ich bin keine Wissenschaftlerin, keine Tierärztin aber ich erlebe täglich Hunde, die Opfer von Rasseideologin sind, ohne dass es ihren Menschen so richtig bewusst ist. Und auch wenn ich mich damit an vielen Stellen unbeliebt mache, sehe ich es als meine Pflicht an, aufzuzeigen, was noch immer so unfassbar ungesagt ist.

1) Hunde, die im Sitzen schlafen...

Vor kurzem wurde ich über ein Youtube Video wiedermal darauf aufmerksam gemacht. Darin wurde sich über eine Französische Bulldogge lustig gemacht, die vermeintlich in einer menschlich sitzenden Position masturbieren würde. Viele Menschen haben darunter kommentiert, dass ihre Bulldogge das auch tun würde. Und das hat einen Grund. Aufgrund einer verkürzten Wirbelsäule und einem zu massigen Körper, schaffen es viele Hunde dieser und ähnlicher Rassen nicht selbstständig Komfortverhalten zu zeigen. D. h. sich zu kratzen oder die Genitalien selbst zu reinigen. Kratzversuche in diesem Bereich werden dann schnell vermenschlicht und als so etwas Absurdes dargestellt.

Darüber hinaus sieht man aber auch immer wieder "belustigende" GIFs und Bilder im Netz, die Erschöpfung durch aufgerichtet sitzende Hunde darstellen, die in so einer Position eingeschlafen sind. Das hat damit zu tun, dass Hunde eigentlich ständig durch die Nase atmen, dies aber durch ihre verengten Atemwege mit zusätzlicher Atmung durch das Maul kompensieren müssen. Dies ist aber nur im wachen, aufrechten Zustand möglich, denn wenn sie einschlafen, schließt sich das Maul von selbst. Ab und an nehmen die schlauen Kandidaten dann ein Spielzeug ins Maul, um die Atemwege möglichst frei zu halten.

2) Hunde, denen die Zunge aus dem Maul hängt...

Das Hauptproblem hat einen Namen: "Brachyzephalie". Das Wort bedeutet "Kurz- und Rundköpfigkeit" des Hundes und beschreibt die angeborene, erblich bedingte Deformation des Hundeschädels. Wir kennen dieses Phänomen zum größten Teil als extreme Merkmale bei Hunderassen wie dem Mops, der Französischen Bulldogge, Pekinesen, der Englischen Bulldogge aber im weiteren Sinne auch von Chihuahua, Yorkshire Terrier und Co.

Damit einher geht quasi automatisch das sog. "Brachyzephalen-Syndrom": Verengte Nasenöffnungen und verkürzte Nasengänge, zu viel Nasenschleimhaut für zu wenig Nase und ein unverhältnismäßig langer Gaumensegel führen mitunter zu einer sehr geringen Atemkapazität und folglich chronischem Sauerstoffmangel. Der damit auch verkürzte Rachenraum bietet Zähnen, Zunge, Gaumen und Mandeln viel zu wenig Platz. Das ist der traurige Grund, warum vielen Hunden, auch bei geschlossenem Maul, die Zunge konstant aus dem Maul hängt...

3) Hunde, die ums Leben hecheln..

Ein lebenswichtiger Aspekt einer funktionierenden Atmung ist die Temperaturregulation, vor allem in der warmen Jahreszeit. Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen zwischen den Pfotenballen besitzen, erfolgt der Temperaturausgleich zum größten Teil über die Atmung. Man kann sich das als eine Art physikalischen Prozess vorstellen, in dem die eingesaugte Atemluft durch die Nasenmuscheln und Nasenschleimhaut (die im Übrigen ausgebreitet größer wäre als die gesamte Körperoberfläche des Hundes), das darin befindliche Blut abkühlt und damit wesentlich kühler in den Körper weiter transportiert.

Das bekannte Hecheln verstärkt diesen Effekt, durch einen stärkeren Luftstrom. Nun ist es leider so, dass mit der Geburt eine Wachstumshemmung des Schädels, im Verhältnis zum restlichen Wachstum entsteht. Das bedeutet auch, dass Haut und Schleimhaut munter vor sich weiterwachsen, während es die Schnauze eben bei bestimmten Rassen nicht tut. Das führt zu einer starken Faltenbildung der Haut und Schleimhäute, was es den beschriebenen Luftströmen u.a. unmöglich macht, ihren Zweck zu erfüllen und viele Hunde damit permanent mit Atemnot und Überhitzung kämpfen müssen.

Auch die Körperoberfläche ist bei vielen dieser bulligen Rassen im Vergleich zu ihrer Masse verhältnismäßig gering, weshalb auch die oben beschriebene Nasenschleimhaut nicht genügend Kapazitäten zur Kühlung aufweisen kann. Prof. Dr. Gerhard Oechtering von der Uni Leipzig vergleicht diesen Verlust an Kühlvermögen etwa damit, „wie wenn ein Mensch nur über die linke Wade schwitzen könnte“...

Ein relativ ungeklärtes Phänomen ist aber auch die Form der Nasenlöcher, die bei brachyzephalen Hunden häufig eher Schlitzen als, wie bei anderen Rassen, echten NasenLÖCHERN gleicht. Immer wenn ich diese Themen aufgreife, erreichen mich Nachrichten à la „mein Bully ist top fit“, was dann auch gerne mit div. Bildern untermauert wird. Gerade die engen Nasenschlitze sind immer ein Argument, warum das aber faktisch einfach nicht der Fall sein kann, auch wenn der Hund vielleicht nicht hörbar vor sich hin röchelt. Und das möchte ich mit Beiträgen wie diesem untermauern.

4) Hunde, die glotzen...

Auf gut Deutsch: Glubschaugen. Klingt lustig und lieb und ist ja vor allem bei den Gesellschaftshunden und dem erwünschten Kindchenschema (leider) ein klassisches Merkmal. Süß ist es aber spätestens dann nicht mehr, wenn der Augapfel derart weit aus der Augenhöhle steht, dass er hinausfällt. Verursacht wird das durch die weniger tiefe Augenhöhle aufgrund der veränderten Schädelform. Der Augapfel steht damit weiter heraus als er soll und liegt nicht in der geschützten Augenhöhle. Etliche betroffene Hunde blinzeln oder tränen dadurch recht viel, schließlich wird die Hornhaut nicht ordentlich befeuchtet und ist chronisch gereizt. Dass es bis zum Herausfallen kommen kann, haben Halter*innen bestimmter Rassen leider schon erlebt, wenn sie ihren Hund nur kurz hoch gehoben oder an der Nackenhaut gezogen haben. Der Augapfel wird nämlich häufig nur noch durch die Spannung der Augenlider gehalten...

5) Hunde, die besondere Farben haben...

Genetik war mir immer schon ein wenig zu kompliziert. Dennoch musste ich mich im Zuge meiner Ausbildung damit befassen und habe dort unter anderem im Bereich der Fellfarben Dinge gelernt, die ich immer unterschätzt habe. So offenbar auch viele Hundehalter*innen, die sich primär aus optischen Gründen für ihre Hunde entscheiden: Merletiger, Silberlabbis und Co. haben aber in ihrer Entstehungsgeschichte Hintergründe, die ich ausgenommen fragwürdige finde.

Bei der Merlefärbung wird die Grundfarbe des Fells durch das Merle-Gen in der DNA fleckenweise aufgehellt. Unterschieden werden dabei Blue und Red Merle, also eine Aufhellung von schwarz bzw. braun, die dann eben diese Farbschläge ergeben. Typische Merle-Rassen sind z. B. der Australian Shepherd, Deutsche Doggen, Shelties und mittlerweile auch Dackel.

Was zugegeben ganz gut aussieht, birgt aber auch große Risiken. Hunde, die das Merle-Gen reinerbig vererbt bekommen (sog. Double Merles) sind durch das Fehlen der Melanozyten im Innenohr bzw. der Netzhaut oft auch stark in ihrer Seh- und Hörfähigkeit bis hin zur Blind- oder Taubheit beeinträchtigt. Bei der Verpaarung muss also zumindest darauf geachtet werden, dass ein Hund Merle-frei ist, um nicht das Risiko einzugehen, einen reinerbigen Merle mit diesen Dysfunktionen zu bekommen.

Nun kann man sagen, dass professionelle Züchter solche Themen absolut im Griff haben (sollten), keine Frage. Erlaubt mir bitte hier trotzdem die sehr persönliche Meinung, dass ich es einfach übertrieben finde, nur aufgrund eines besonderen Farbwunsches einen solch schmalen Grat zu gehen...

Auch die beliebte blaue Farbe in Hunden, die durch Verdünnung des schwarzen Farbgens entsteht, kann extreme Auswirkungen auf die Hundegesundheit haben. Bei einigen Rassen ist diese Farbvariante seit langem offiziell anerkannt (z.B. Deutsche Dogge, Weimaraner...), bei anderen noch nicht, was meines Erachtens die Beliebtheit aber nicht schmälert, wie man beim populären „Silberlabbi“ erkennen kann.

In diesem Zusammenhang möchte ich meine Kollegin Ricarda Theobald-Hoffmann von DOGS Kaiserslautern zitieren, die einen sehr guten, aber auch leidgeplagten Beitrag über diese Thematik veröffentlicht hat: „Mit den durch das Dilution-Gen erzeugten Fellfarben können Krankheitsbilder einhergehen, über die ich als betroffene Besitzerin eines sogenannten „Silber Labradors“ informieren und aufklären möchte. Obwohl für Hunde, die älter als 2 Jahre sind, das Risiko zu erkranken nicht mehr ganz so hoch ist, sind bei meinem Hund im Alter von fast 5 Jahren mehrere Symptome gleichzeitig aufgetreten: Die Hautpigmentierung veränderte sich, es traten helle Pigmentflecken rund um die Augen, an der Nase und am ganzen Bauch auf. Im Bereich dieser Pigmentflecken ist die Haut jetzt noch empfindlicher, jede noch so kleine Hautabschürfung führt zu Fellverlust mit Hautausschlag und hat eine verzögerte Wundheilung zur Folge. Der Magen-Darm wurde sehr empfindlich, sodass eine Ernährungsumstellung notwendig war...“

Nun, ich will auch hier Halter*innen von Hunden mit „besonderen“ Farben nicht stigmatisieren. Aber durchaus hinterfragen, ob Käufer*innen von Rassen mit diesen Farbbildern nur ansatzweise Bescheid wussten über die damit einhergehenden Risiken? Oder diese beim Züchter genauer hinterfragt haben? Ich behaupte, dass der Großteil dies nicht getan hat. Und möchte mit diesem Beitrag nur erreichen, dass dies in Zukunft hoffentlich getan wird.

6) Hunde, die immer unbeliebt sind...

Hundekommunikation ist zwar sehr komplex aber in aller Regel sehr klar und deutlich. Das Problem ist nur: Der Mensch hat ihm an vielen Stellen ein Ei gelegt und durch die Rassehundezucht zu einer der Säugetierspezies mit den größten innerartlichen Varianten erschaffen. Vom 1 kg Chihuahua bis zum 90 kg Mastiff, von Glatt- bis Langhaar, von rund bis schmal und Steh- bis Hängeohr ist alles dabei. Was aber nicht in diesem großen Paket enthalten ist, ist ein Sprachkurs, quasi als Übersetzungshilfe für die vielen rassespezifischen Eigenheiten und Kommunikationsformen, die der Canis Lupus Familiaris so mit sich bringt.

Ein Beispiel: Der Mops, als eine der beliebtesten Hunderassen, ist objektiv betrachtet für Artgenossen ein einziges Mysterium und wird deswegen auch häufig attackiert oder angebellt: Er kommt daher mit seinen Glubschaugen, seiner in Falten gelegten Stirn, einem klassischen Passgang, Ringelschwänzchen und zumeist grunzend. Was für viele Menschen süß wirkt und keineswegs bös gemeint sein soll, ist für viele Hunde schlicht bedrohlich. Dieser Vierbeiner ist nämlich nicht klar lesbar und zeigt in seinem Ausdrucksverhalten aus Hundesicht eher paradox-aggressive Züge.

Fein kommunizierende Hunde empfinden seinen Gesichtsausdruck oft als Drohung. Die herausquellenden Augen sind schließlich schnell mit einem bedrohlichen Fixieren zu verwechseln. Dazu die faltige Stirn, die den Blick schon mal finsterer macht und bei einer ernst gemeinten offensiven Drohung von Hunden schon mal gezeigt wird. Hinzu kommt durch das Brachyzephalensyndrom häufig ein röchelndes Atmen, das oft als Knurren interpretiert wird, kennen Hunde doch eine Lautäußerung in der Form nicht. 

Durch einen tänzelnden Passgang (das linke und rechte Beinpaar bewegen sich jeweils gleichzeitig) lässt sich auch schnell auf einen Imponiertrab schließen, der wiederum gerne mal provokativ gemeint ist. Die züchterisch erwünschte, eng eingerollte, Rute sorgt auch gerne für Missverständnisse. Oft ist sie zu kurz oder liegt zu eng an, was für andere Hunde wiederum Ängstlichkeit ausdrückt – ist die Rute nicht sichtbar, muss sie schließlich eingezogen sein.

Apropos Rute: Manche Rassen werden mit Stummelruten (Brachyurie) oder völliger Schwanzlosigkeit (Anurie) geboren. Sie gehören sogar teilweise zum Standard, wie z.B. beim Australian Shepherd, der Englischen Bulldogge oder dem Bobtail. Für mich sind Stummelruten, egal welcher Länge oder wohl eher Kürze, ein triftiger Grund, Hunde aus der Zucht auszuschließen. Schließlich wird sich der liebe Gott schon etwas dabei gedacht haben, als er den Hund mit einem Schwanz ausgestattet hat. Von den möglichen gesundheitlichen Folgen und Gleichgewichtsstörungen soll aber hier nicht die Rede sein. Vielmehr sind von Brachyurie und Anurie betroffene Hunde in ihrer Kommunikation mit Artgenossen stark eingeschränkt. Visuelle Kommunikation und die komplexen Bewegungen und Haltungen der Rute gehören zu den wichtigsten Faktoren der Hundesprache.

Ganz abgesehen von der Funktion als gezielter „Duftzerstäuber“ für andere Hundenasen. Auch hier sollen nicht nur Bulldogge und Mops als Sündenbock gezeigt werden. Kommunikationsmissverständnisse durch heute quasi unnötige Rassemerkmale findet man quer durch die Bank bei allen möglichen Rassen. Der Rhodesian Ridgeback zeigt durch seinen auffälligen Fellstreifen am Rücken z. B. konstant eine aufgestellte Bürste, die viele Hunde irritiert. Windhunde haben einen Rundrücken, der ihnen ursprünglich mehr Schubkraft aus der Hinterhand gab, heute aber auf den Hundewiesen dieser Welt eher für Irritationen sorgt. Eine „eingezogenes“ Hinterteil steht schließlich eigentlich für Unsicherheit, was viele dieser Hunde ja nicht automatisch sind...  

Warum das alles?

1943 prägte der Verhaltensforscher Konrad Lorenz den Begriff "Kindchenschema" und beschrieb damit die typischen Merkmale eines Kleinkindgesichts. Dazu zählen vor allem große runde Augen, eine kleine Nase, kurze Gliedmaßen und ein großer Kopf, welcher im Vergleich zum Körper größer als beim Erwachsenen ist: Et voilà - der süße Rassehund mit all seinen Qualzuchtmerkmalen ist beschrieben.

Es scheint eine Perversion des Menschen zu sein, in einem Hund ein möglichst kindliches Gesicht sehen zu wollen, um ihn niedlich zu finden und ihn dann vermutlich auch noch vermenschlichen zu können. Und da Nachfrage ja immer das Angebot bestimmt und diese optischen Eigenschaften gerade bei Gesellschafts- und Begleithunden ohne besondere Funktion oder Arbeitsaufgabe überaus beliebt sind, wird munter vermehrt und gezüchtet, ohne auf die Gesundheit und Bedürfnisse des Hundes Rücksicht zu nehmen.

Ich habe in diesem Artikel nur ansatzweise Phänomene beschrieben, die häufig bagatellisiert oder verniedlicht werden. In Wahrheit werden ganze Bücher gefüllt über die grauenvollen Auswirkungen der modernen Rassehundezucht auf die Gesundheit unserer geliebten Vierbeiner. Großwüchsigkeit, Zwergenwuchs, Gebissanomalien, Lahmheiten, erbliche Gelenkserkrankungen und leider vieles vieles mehr gehören dazu, um nur ein paar Auszüge zu nennen.

Und wir alle kennen doch Hunde mit einem oder vielen der beschriebenen Merkmale und Symptome. Ist es dann nicht auch unsere Pflicht anzuzeigen, wer gegen das Tierschutzgesetz verstößt?

Denn laut Österreichischem Tierschutzgesetz wird klar festgehalten, dass es verboten ist, "einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden" zuzufügen. § 5 Absatz 2 erklärt sogar näher, dass gegen das Gesetz insbesondere verstößt, wer "Züchtungen vornimmt, bei denen vorhersehbar ist, dass sie für das Tier oder dessen Nachkommen mit Schmerzen, Leiden, Schäden oder Angst verbunden sind (Qualzüchtungen), sodass in deren Folge im Zusammenhang mit genetischen Anomalien insbesondere eines oder mehrere der folgenden klinischen Symptome bei den Nachkommen nicht nur vorübergehend mit wesentlichen Auswirkungen auf ihre Gesundheit auftreten oder physiologische Lebensläufe wesentlich beeinträchtigen oder eine erhöhte Verletzungsgefahr bedingen: a) Atemnot, b) Bewegungsanomalien, c) Lahmheiten, d) Entzündungen der Haut, e) Haarlosigkeit, f) Entzündungen der Lidbindehaut und/oder der Hornhaut, g) Blindheit, h) Exophthalmus, i) Taubheit, j) Neurologische Symptome, k) Fehlbildungen des Gebisses, l) Missbildungen der Schädeldecke, m) Körperformen, bei denen mit großer Wahrscheinlichkeit angenommen werden muss, dass natürliche Geburten nicht möglich sind, oder Tiere mit Qualzuchtmerkmalen importiert, erwirbt, vermittelt, weitergibt oder ausstellt..."

Das Problem wie immer: Niemand exekutiert das. Es finden weiter offizielle Rassehundeausstellungen statt, auf denen Hunden präsentiert werden, die es laut Gesetz gar nicht mehr geben dürfte... aber keinen schert es.

Also sind wir als User*innen, Konsument*innen und Hundeliebhaber*innen angehalten, Bewusstsein zu schaffen, wo es geht. Allem voran sollte meiner Meinung nach neben dem Erwerb auch die Verniedlichung bestimmter Rassebilder sofort gestoppt werden. Ganz viele der erwähnten Rassen sind charakterlich tolle Hunde, aber müssen sie deswegen ein solches Leben fristen? Wenn wir weiterhin süße Bilder teilen, ohne auf die fatalen Auswirkungen aufmerksam zu machen, werden wir weiter unbewusst Werbung dafür machen. Und das haben unsere geliebten Hunde einfach nicht verdient.