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Rasselexikon

Charakter:  * ausgeglichen    ** umgänglich   ***schwierig

Bedürfnisse:  * gering   ** anspruchsvoller   *** aufwendig

1. HAUS-/ HOF- / WACH- UND SCHUTZHUNDE

Die Aufpasser

Diese Rassen wurden dafür gezüchtet, das Hab und Gut des Menschen oder ebendiesen selbst zu bewachen und beschützen. Sie lebten oft frei auf dem Hof und sind daher sehr kräftig und robust gebaut. Und wer ursprünglich nachts alleine Eindringlinge vertreiben musste, ist bis heute fremden Menschen gegenüber manchmal skeptisch. Dies sollten alle zukünftigen Halter dieser Vierbeiner nicht außer Acht lassen.

Dobermann

Geschichte: Louis Dobermann war dt. Steuereintreiber und züchtete diese Hunde zum persönlichen Schutz.

Charakter: Temperamentvoller, aufmerksamer und sehr aktiver Hund. Gelehrig und sehr beutemotiviert, dennoch sensibel im Wesen. **

Bedürfnisse: Ein hohes Maß an geistiger und körperlicher Beschäftigung und klare Regeln in der Erziehung sind oberstes Gebot! **

Größe: 63 - 72 cm

Gewicht: 32 – 45 kg

Riesenschnauzer

Geschichte: Schützender Begleiter der Fuhrleute und wegen der hohen Wachsamkeit bis heute als Diensthund für den Grenzschutz geführt.

Charakter: Territorialer, selbstbewusster und lebhafter Hund, der immer Präsenz zeigt. **

Bedürfnisse: Ein gelehriger Vierbeiner, der alle Aktivitäten mitmacht, aber eine konsequente Erziehung braucht. **

Größe: 60 - 70 cm

Gewicht: 35 – 47 kg

Mittelschnauzer (Schnauzer)

Geschichte: Wurde im süddt. Raum als Stallhund benutzt und lauerte mit Eifer allen Nagetieren auf. Besonders bei Ratten war er sehr unbeliebt.

Charakter: Agiler, unerschrockener Hund mit Persönlichkeit und klugem Köpfchen. **

Bedürfnisse: Liebt alle Formen der Beschäftigung und das am liebsten reichlich. Nur dann ist er zuhause auch ausgeglichen. **

Größe: 45 - 50 cm

Gewicht: 14 – 20 kg

Zwergschnauzer

Geschichte: Das kleinste Exemplar aus der Schnauzerfamilie und gleichzeitig der Beliebteste. Wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland gezüchtet.

Charakter: Steht seinen größeren Ebenbildern um nichts nach. Ein unerschrockener, ausdauernder kleiner Hund, der in den richtigen Händen ein toller Begleithund sein kann.*

Bedürfnisse: Klein, aber oho! Ein kompakter Kleinhund, der Bedürfnisse hat wie ein Großer! **

Größe: 30 – 35 cm

Gewicht: 4 – 8 kg

WUSSTET IHR’S?

Schnauzer gibt es in 4 Farbvarianten: Schwarz, schwarz-silber, weiß und “Pfeffersalz“ 

Österreichischer Pinscher

Geschichte: Entstammt dem altösterreichischen Landpinscher und wird hauptsächlich in Österreich als vielseitiger Bauernhund gehalten. Die Rasse wurde 1928 offiziell anerkannt.

Charakter: Aufmerksam, lebhaft und besonders freundlich im Umgang mit vertrauten Menschen. Fremden gegenüber oftmals misstrauisch **

Bedürfnisse: Größer als die meisten anderen Pinscher kommt die österreichische Ausgabe mit viel Einsatz und Hingabe allen möglichen Aufgaben hinterher. Sollte früh an viele Besucher gewöhnt werden. **

Größe:  42 – 50 cm

Gewicht: 12 – 16 kg

Russischer Terrier (Schwarzer Terrier)

Geschichte: Vom sowjetischen Militär in den 40er-Jahren als Schutzhund gezüchtet.

Charakter: Nicht von der Wuschel-Optik täuschen lassen. Sehr territorial veranlagter Hund mit ausgeprägtem Wachinstinkt. Nur bei klarer und konsequenter Führung zu empfehlen. ***

Bedürfnisse: Intensive vor allem geistige Beschäftigung ist wichtig. Sollte schon als Welpe mit vielen Menschen sozialisiert werden. Sein Behang vor den Augen sollte stets gekürzt werden, damit er richtig kommunizieren und verstanden werden kann. **

Größe:  64 – 72 cm

Gewicht:  

Neufundländer

Geschichte: Ein Wasser-, Rettungs und Zughund, der von den Fischern Neufundlands im 19. Jahrhundert nach England gebracht wurde.

Charakter: Im Erwachsenenalter eher phlegmatisch und nur bedingt wachsam. Der Dickkopf ist aber nicht nur ein äußerliches Merkmal. *

Bedürfnisse: Bis auf das Schwimmen ist er nicht für ausdauernde, dynamische Tätigkeiten zu haben. Auch wenn er nicht so leicht motivierbar ist, sollte man eine solide Erziehung nicht vergessen. *

Größe:  66 -71 cm

Gewicht: 54 – 68 kg

WUSSTET IHR’S?

In italienischen Badeorten werden Neufundländer schon seit Jahren in der Wasserrettung eingesetzt. Die kräftigen Hunde haben sogar Schwimmhäute und springen aus Hubschraubern und von Booten, um Schwimmern in Not Rettungsbojen zu bringen oder Ertrinkende ans Ufer zu ziehen.

Hovawart

Geschichte: Sehr alte deutsche Rasse, die sich aus den Begriffen „Hova“ = Hof und „Wart“ = Wächter zusammensetzt und damit seine ursprüngliche Tätigkeit auf Bauernhöfen beschreibt.

Charakter: Noch heute sehr selbstsicherer, aktiver Wachhund, der Fremden gegenüber sehr aufmerksam ist. Sehr belastbare und anspruchsvolle Rasse – nichts für Anfänger. **

Bedürfnisse: Brauchen oft geistig als auch körperlich länger zum Erwachsenwerden. Das heißt aber umso mehr, dass von Beginn an auf konsequente Erziehung und ausreichende Beschäftigung geachtet werden sollte! **

Größe:  58 – 70 cm

Gewicht: bis zu 40 kg

Leonberger 

Geschichte: Anfang der 1940er-Jahre kreuzte der Stadtrat von Leonberg bei Stuttgart eine Neufundländerhündin mit einem Bernhardiner. Später kam auch der Pyränenberghund dazu. Ziel war ein Hund, der dem Stadtwappen, einem Löwen, bestmöglich ähnelte.

Charakter: Selbstsicherer, wachsamer Begleiter mit wenig Duldsamkeit für Fremde im “eigenen“ Revier. ***

Bedürfnisse: Von Anfang an die richtigen Erziehungsregeln und engen Anschluss an seine Menschen sind erforderlich, um mit einem Leonberger als Begleithund entspannt auszukommen.**

Größe:  65 – 80 cm

Gewicht: 50 – 70 kg

Landseer 

Geschichte: Der auch aus Neufundland stammende Hund verdankt seinen Namen Sir Edward Landseer († 1873), einen berühmten Tiermaler.

Charakter: Aufmerksamer und sehr wachsamer, aber genügsamer Hund. Charakterlich ein würdiger Verwandter des einfarbigen Neufundländers.**

Bedürfnisse: Sollte früh an die Umwelt und zukünftigen Lebensbedingungen herangeführt werden. Nicht so beschäftigungsintensiv, braucht aber dennoch eine solide Erziehung von Anfang an.*

Größe:  67 – 80 cm

Gewicht: 45 – 68 kg

Bernhardiner

Geschichte: Von Mönchen des Klosters Großer St. Bernhard als Wegbegleiter und Rettungshund eingesetzt.

Charakter: Der Nationalhund der Schweiz ist eher träge veranlagt und nichts für sportlich ambitionierte Halter. Seine Ruhe wird nur dann gestört, wenn Fremde “sein“ Revier betreten, dies duldet er nur bedingt.**

Bedürfnisse: Sorgfältige Erziehung und Ernährung sind für diesen Riesen ebenso wichtig wie die richtige Sozialisierung im Welpenalter. Er liebt Aufenthalt im Freien, sollte aber dennoch eng beim Menschen leben.*

Größe:  75 – 85 cm

Gewicht: 65 – 90 kg

WUSSTET IHR’S?

Der berühmteste Bernhardiner war Barry (1800 – 1814). Er rettete 40 Personen vor dem Lawinentod und wurde so zur wahren Kultfigur, dem heute in Martigny (CH) ein eigenes Museum gewidmet wurde.

Großer Schweizer Sennenhund

Geschichte: Seit jeher ein beliebter Begleithund der Hausierer, Bauern und Fleischer, der früher zum Karrenziehen und Viehtreiben diente.

Charakter: Ein robuster, sehr selbstsicherer Hund, der mit vertrauten Menschen sehr gutmütig, mit Unbekannten aber oft skeptisch ist. Temperamentvoll und ausdauernd. **

Bedürfnisse: Braucht Aufgaben, die ihm ambitionierte Hundehalter geben sollten. Kein Anfängerhund. Klare Erziehungsregeln von Anfang an sind die Voraussetzung, um diese Rasse zu halten.***

Größe:  60 – 72 cm

Gewicht: 50 – 70 kg

2. HÜTEHUNDE

Die Sensiblen

Hütehunde wurden dafür gezüchtet, den Hirten und Schäfern bei der Herdenarbeit zu helfen und die Herde zusammenzuhalten. Diese Rassen arbeiten gerne mit dem Menschen zusammen und reagieren auf kleinste Signale – ihre hohe Reizempfänglichkeit ist auch der Grund für ihre Sensibilität. Die sehr aktiven Hunde sind auch heute noch sehr arbeitsfokussiert und sollten daher täglich vielseitig ausgelastet werden – nur dann können sie auch verträgliche, ausgeglichene Begleiter sein.

Australian Shepherd

Geschichte: Kam in den 1950er-Jahren bei Rodeovorführungen ins öffentliche Interesse und wurde rasch populär. Wurde als kerniger Hütehund gehalten, der aber auch Haus und Hof bewachen sollte.

Charakter: Der ausgeprägte Territorialinstinkt ist ihm bis heute erhalten geblieben. Entgegen der landläufigen Meinung ist diese Rasse keine light-Variante des Border Collies, sondern durchaus auch herausfordernd. Schließlich mussten die Shepherds auch an Rinderherden arbeiten und durften sich von einem Tritt nicht gleich unterkriegen lassen. **

Bedürfnisse: Eine klare Aufgabenverteilung in der Erziehung und eine vielseitige Auslastung ohne übermäßige Beanspruchung stellt die ideale Haltung dieser Hunde dar. **

Größe: 46 – 58 cm

Gewicht: 16 – 32 kg

WUSSTET IHR’S?

Der Australian Shepherd stammt gar nicht aus Australien, sondern den USA. Baskische Schäfer, die im 19. Jahrhundert von Australien nach Nordamerika auswanderten, brachten Merinoschafe mit, die dann den Namen “Australian Sheep“ erhielten. Der einstige “Farm Collie“ eignete sich ideal für die Arbeit an diesen Schafen und wurde daher zum “Australian Shepherd“.

Deutscher Schäferhund

Geschichte: Aus mittel- und süddeutschen Hütehundschlägen entstammender Hund, der zu hohen Leistungen fähig sein sollte.

Charakter: Agiler, temperamentvoller und arbeitsfreudiger Hund mit oft ausgeprägter Beuteorientierung. Sehr aufmerksam und arbeitsintensiv.**

Bedürfnisse: Körperlich zuchtbedingt leider oftmals stark eingeschränkt, dennoch erfordert sein Temperament viel Beschäftigung – vor allem geistiger Natur. Erziehung mit viel Geduld und ohne Härte sind Voraussetzung, um einen Schäferhund als angenehmen Begleithund zu halten. **

Größe: 55 – 65 cm

Gewicht: 22 – 40 kg

Australian Kelpie

Geschichte: Stammen von schottischen Hütehunden ab. Den ersten australischen Hütehundwettbewerb gewann eine Hündin namens Kelpie, deren Namen die Rasse zu verdanken hat.

Charakter: Sehr eifriger und aufmerksamer Hund mit hoher Intelligenz. Neigt zur Selbständigkeit, was für den Halter meist kein Vorteil ist. **

Bedürfnisse: Braucht unbedingt eine erfüllende Aufgabe, sonst wird er zu einer. Sollte an echten Herden arbeiten dürfen, nur dann ist er wirklich glücklich und artgerecht ausgelastet. ***

Größe: 43 – 51 cm

Gewicht: 14 – 21 kg

Malinois (Belgischer Schäferhund)

Geschichte: Einer der 4 belgischen Schäferhunde, die im Zuge des Interesses der Rassehundezucht Ende des 19 Jh. zuchtbuchmäßig erfasst wurden. Stammt aus der Region um Maline.

Charakter: Stets aktionsbereiter, wachsamer und arbeitsfreudiger Hund, der nicht nur aufgrund dessen zu den anerkannten Diensthunden gehört.**

Bedürfnisse: Dreht schnell hoch und erfordert daher eine ruhige, souveräne Führung ohne Druck und Gewalt. Trotz dem großen Arbeitseifer sollte man mit ihm vor allem ruhige Beschäftigungsformen wählen, die Geduld und Gelassenheit fördern.***

Größe: 58 – 62 cm

Gewicht: 20 – 30 kg

Groenendael (Belgischer Schäferhund)

Geschichte: Ein Rassevertreter der 4 bekanntesten belgischen Schäferhunde, die ab 1901 selektiert und zuchtbuchmäßig erfasst wurden. Er stammt auf dem kleinen Dorf Groenendael.

Charakter: Reger, aufmerksamer Hund mit sprudelnder Lebhaftigkeit, welche sich oft in Frust äußert. Sehr arbeitsfreudig und gelehrig. **

Bedürfnisse: Sinnvolle Beschäftigungsformen sind für ihn wichtig. Eher ausdauernde, ruhige Aktivitäten als zu aufputschende Tätigkeiten. Nichts für bequeme Faulenzer. **

Größe:  58 – 62 cm

Gewicht: 20 – 30 kg

Tervueren (Belgischer Schäferhund)

Geschichte: Ein weiterer Schäferhund, der um 1900 von Prof. Reul unter allen belgischen Hütehunden in die Auswahl der 4 typischsten kam und im Zuchtbuch erfasst wurde.

Charakter: Sensibler, arbeitsfreudiger Typ mit hoher Aufmerksamkeit und stetiger Aktionsbereitschaft. **

Bedürfnisse: Eher geringe Frustrationstoleranz, was im Alltag und Training mit diesen Hunden beachtet werden muss. Zeigt zwar hohe sportliche Qualitäten, sollte aber nicht überdreht werden. Sanfte, aber klare Führung erforderlich. **

Größe:  58 – 62 cm

Gewicht:  20 – 30 kg

Laekenois (Belgischer Schäferhund)

Geschichte: Der seltenste der belgischen Schäferhunde, welcher bei der Begründung des belg. Schäferhundeklubs 1891 unter heimischen 117 Hütehunden in die Auswahl der Top 4 kam.

Charakter: Der rauhaarige Rassevertreter steht seinen Verwandten in puncto Arbeitsfreude, Gelehrigkeit und Aktionsbereitschaft um nichts nach. **

Bedürfnisse: Vielseitige körperliche und geistige Auslastung erforderlich. Dennoch muss darauf geachtet werden, ihn zu einem ruhigen, gelassenen Begleiter zu erziehen. **

Größe:  58 – 62 cm

Gewicht: 20 – 30 kg

Briard (Berger de Brie)

Geschichte: Hüte- aber auch Wachhund von Herden, der von der französischen Armee während der beiden Weltkriege auch als Sanitätshund zum Suchen der Verwundeten eingesetzt wurde.

Charakter: Lebhafter Arbeitshund, der Fremden gegenüber misstrauisch und verunsichert reagieren kann.**

Bedürfnisse: Für vielseitige sportliche Aktivitäten einsetzbar und sehr lernbereit. Braucht unbedingt konsequente Erziehung und klare Strukturen. Sein Fell verfilzt leicht und sollte regelmäßig gepflegt werden.**

Größe:  56 – 68 cm

Gewicht: 23 – 40 kg

Beauceron (Berger de Beauce)

Geschichte: Auch wenn es die Optik nicht verrät, ein enger Verwandter des Briards. Sollte in der Fachlandregion Nordfrankreichs nicht nur Schafe hüten, sondern auch schützen und bewachen.

Charakter: Selbstbewusster Hund mit ausgeprägtem Schutztrieb. Sehr territorial und anspruchsvoll. ***

Bedürfnisse: Dieser selbständige Arbeitshund neigt gerne dazu, die Führung zu übernehmen, was für den Halter oft eine tägliche Herausforderung darstellt. Kein Hund für Anfänger.**

Größe:  61 – 70 cm

Gewicht: 30 - 38 kg

WUSSTET IHR’S?

Der Briard und der Beauceron gehören zu den seltenen Rassen mit doppelter Daumenkralle auf den Hinterläufen, der sog. “Wolfs-  oder Afterkralle“. Diese sollten so nah wie möglich am Boden angesetzt sein, um angeblich eine bessere Auflage des Fußes zu gewährleisten.

Border Collie

Geschichte: Stammen aus dem englisch-schottischen Grenzgebiet (“Border Line“). Als Stammvater des heutigen Border Collies gilt Old Hemp (1893–1901). Dieser Hund verfügte über außergewöhnliche Hütefähigkeiten und wurde deshalb zum bedeutendsten Zuchtrüden seiner Rasse.

Charakter: Sehr aufmerksamer, intelligenter, aber sensibler Arbeitshund. Sehr aktiv und ausdauernd.**

Bedürfnisse: Der Workaholic unter den Hunden braucht Besitzer mit viel Vorwissen zur Rasse und jeder Menge Zeit und Geduld, um diesen Hund artgerecht auszulasten. Unzureichend beschäftigt, bringt er viele verschiedene Probleme mit sich.***

Größe:  46 – 56 cm

Gewicht: 13 – 22 kg

Berger Picard (Berger de Picardie)

Geschichte: Alter Hütehund aus den schottischen Highlands. Seinen Namen verdankt er seinem Bart (bearded = bärtig), der über die Lefzen und vom Kinn wächst.

Charakter: Lebhafter, freundlicher und sehr gelehriger Begleithund. Sensibel, aber sehr menschenbezogen.*

Bedürfnisse: Action bei Wind und Wetter – nichts für Stubenhocker. Vielseitige Beschäftigungsformen sind mit ihm möglich. Das Fell ist sehr pflegebedürftig und verfilzt leicht.**

Größe:  51 – 56 cm

Gewicht: 18 – 27 kg

Collie (Kurzhaar) – Schottischer Schäferhund

Geschichte: Diese seltene Collieform wurde von Farmern für die Arbeit an der Herde gezüchtet, 1870 wurden sie im Zuchtbuch geführt.

Charakter: Überaus aktiv und wachsam und höchst ambitionierter Arbeiter. Sehr ausdauernd und mit ausgeprägtem Territorialbewusstsein ausgestattet. **

Bedürfnisse: Liebt Sport und sämtliche Aktivitäten gemeinsam mit dem Menschen. Gut ausgelastet und erzogen ist er ein angenehmer Begleiter für aktive Menschen.**

Größe:  51 – 61 cm

Gewicht: 18 – 30 kg

Collie (Langhaar) – Schottischer Schäferhund

Geschichte: Der langhaarige schottische Schäferhund verdankt seinen Namen Schafen mit schwarzen Köpfen und Beinen – den “Colleys“. Ihre Hütehunde waren die Colley Dogs, die sich zum heutigen Collie entwickelten.

Charakter: Feinfühliger, sanfter Hund, der sehr klug und lernfreudig ist. Oft etwas distanziert, aber anpassungsfähig. *

Bedürfnisse: Für sämtliche Aktivitäten zu haben und bei konsequenter Erziehung auch für informierte Anfänger gut geeignet.**

Größe:  51 – 61 cm

Gewicht: 22 – 32 kg

WUSSTET IHR’S?

Der bekannteste Collie ist zweifellos “Pal“. Er spielte die Filmrolle von “Lassie“, nach den in den 30er-Jahren erschienenen Geschichten des engl. Schriftstellers Eric Knight. In den 1950er-Jahren eroberten die Kinofilme die USA und später die ganze Welt.

Bobtail (Old English Sheepdog)

Geschichte: Obwohl Großbritannien als seine Herkunft gilt, ist über die Ursprünge des Bobtails nicht viel bekannt. Wahrscheinlich stammt er auch von Herdenschutzhunden aus Süd- und Osteuropa ab. Bobtail heißt übrigens “Stummelschwanz“, was auf die sehr kurze Rute zurückzuführen ist.

Charakter: Äußerst territorialer, selbstbewusster und anpassungsfähiger Hund. Sehr aktiv, fordert aber nicht permanent nach Beschäftigung. **

Bedürfnisse: Geduldsame, klare Führung erforderlich. Ist nicht allzu bewegungs- und beschäftigungsintensiv wie die meisten anderen Hüter.**

Größe:  56 – 61 cm

Gewicht: 27 – 45 kg

Sheltie (Shetland Sheepdog) 

Geschichte: Haus- und Hofhund der kleinen Bauernhöfe auf den Shetland Inseln. Mit Feuereifer bei der Arbeit, kleine Schafe, Ponys und Rinder zu hüten. Die Rasse entstand durch die Kreuzung von Zwergspaniel, Spitz, Papillon und kleinen Collies.

Charakter: Agiler, kleiner, aber hochmotivierter Arbeitshund. Anpassungsfähig und immer mitten im Geschehen.  *

Bedürfnisse: Arbeitet gerne mit und ist mitunter deshalb für ambitionierte Anfänger geeignet. Hat aber Pfiff – Halter sollten bereit sein, sich vielseitig mit diesem Hund zu beschäftigen.**

Größe:  35 – 37 cm

Gewicht: 6 -7 kg

Puli

Geschichte: Hüte- und Treibhund der ungarischen Steppen.

Charakter: Sehr agiler, wachsamer und cleverer Hund, der gerne Gas gibt. Selbständig und fordernd.**

Bedürfnisse: Das zopfige Haarkleid bringt dem Puli gerade im Gesichtsbereich starke Defizite in der Kommunikation mit anderen Hunden und sollte daher zumindest in dem Bereich gekürzt werden.  Komplexe Verhaltensstruktur – ist in Händen von Hüteexperten am besten aufgehoben.  **

Größe:  36 – 45 cm

Gewicht: 10 – 15 kg

WUSSTET IHR’S?

Die sog. “Pusztabehaarung“ der Pulis gehört zwar zum Rassestandard, ist aber nur auf Hundeschauen erwünscht. Die Hirten in Ungarn scheren die Hunde mit den Schafen, zur Hütearbeit sind die dünnen, bodenlangen Fellschnüre eher störend.

Pumi

Geschichte: Aus Ungarn stammender, robuster Bauernhund, der sich beim Schweinehüten auszeichnete und sogar zur Schwarzwildjagd eingesetzt wurde.

Charakter: Lebhafter und rastloser, immer aktionsbereiter und eifriger Allrounder. **

Bedürfnisse: Körperliche und vor allem geistige Aktivitäten im großen Stil müssen den Pumi täglich auslasten. Toller Hund für sportliche Menschen, die bereit sind, ihren Hund konsequent zu erziehen und ihm ein aktives, abwechslungsreiches Leben bieten können.**

Größe:  41 – 47 cm

Gewicht: 10 – 15 kg

Holländischer Schäferhund (Herder)

Geschichte: Hielten die Schafherden von Feldern fern, indem sie aufmerksam patrouillierten.  Außerdem begleiteten sie Herden auf dem Weg zu Wiesen, Märkten und Häfen. Auf dem Hof hüteten sie Hühner und Kühe, brachten sie zum Melken und zogen Milchkarren. Das Bewachen des Hofes übernahmen diese Allrounder natürlich auch.

Charakter: Typischer Hütehund, der arbeitsfreudig mit seinen Menschen kooperiert. Sein Sheriff-Dasein trägt er bis heute in sich, was ihn durchaus wachsam und verteidigungsbereit macht. **

Bedürfnisse: Gelehriger Hund, der mit dem richtigen Maß an Auslastung und sanftmütiger, aber klarer Erziehung ein toller Hund für agile Menschen sein kann.**

Größe:  55 – 62 cm

Gewicht: 29 – 31 kg

Schapendoes

Geschichte: Hütehund aus den niederländischen Heidegebieten, wo ihn die Hirten aufgrund seiner unermüdlichen Arbeitsfreude und Intelligenz schätzten.

Charakter: Menschenbezogener, freundlicher Hund, der am liebsten immer dabei sein möchte. Temperament und Ausdauer sind ihm bis heute geblieben. **

Bedürfnisse: Als eher selbständiger Hütehund ist klare Führung in der Erziehung oberstes Gebot. Sowohl körperliche als auch geistige Beschäftigungen müssen auf der Tagesordnung stehen. Anpassungsfähig und robust.**

Größe:  43 – 50 cm

Gewicht: 12 – 25 kg

Weißer Schweizer Schäferhund

Geschichte: Diese Farbvariante wurde in Nordamerika in den Deutschen Schäferhund eingezüchtet und erst seit den 1970er-Jahren in der Schweiz anerkannt.

Charakter: Aufmerksamer, aber freundlich-gesinnter Arbeitshund mit Temperament ohne Hang zur Übertreibung. *

Bedürfnisse: Agiler Vierbeiner mit ausgeprägtem Menschenbezug. Erfordert strukturierte Erziehung ohne Zwang und Gewalt. Passt sich gut an, sofern er gut ausgelastet ist.**

Größe:  55 – 66 cm

Gewicht: 25 – 40 kg

Wäller

Geschichte: Junge Rasse: 1994 wurden Australian Sheperds mit Briards gekreuzt, um eine gesunde Rasse mit den positiven Eigenschaften der Hütehunde zu erzielen. Als Rasse noch nicht international anerkannt. “Wäller“ ist ein Dialektausdruck für “Westerwälder“, wo die Zucht begann.

Charakter: Aufgeweckt und verspielt. Neuem gegenüber aber eher vorsichtig und Fremden gegenüber anfänglich reserviert. Sensibel und wachsam. **

Bedürfnisse: Beschäftigung, die vor allem im Kopf stattfindet, lastet den Wäller am besten aus. Bei konsequenter Erziehung und klaren Regeln ein angenehmer Begleithund für aktive Hundemenschen.**

Größe:  60 – 65 cm

Gewicht: 26 – 30 kg

Tibet Terrier

Geschichte: Hütehund im tibetischen Gebirge. Auch geschätzter Wachhund der Bauern.

Charakter: Sehr robuster, geschickter und agiler Kletterer. Ist wachsam, aber gelassen. Verspielter Typ, der seine Menschen gerne um sich hat. **

Bedürfnisse: Braucht ausreichend Bewegung und Beschäftigung. Sehr gelehrig und feingeistig, braucht aber dennoch eine konsequente Erziehung mit klaren Regeln. Haare vor den Augen schneiden, damit er richtig kommunizieren kann.**

Größe:  36 – 41 cm

Gewicht: 8 – 15 kg

Altdeutsche Hütehunde 

Geschichte: Vom Aussterben bedrohte Rassen mit sehr unterschiedlicher Optik: Harzer Fuchs, Gelbbacke, Tiger, Schafpudel, Schwarzer, Strobel, Stumper und Westerwälder wurden nicht nach optischen Anforderungen, sondern rein nach Arbeitsqualität gezüchtet.

Charakter: Aktive, robuste und pflichtbewusste Arbeitshunde, die Fremden gegenüber eher reserviert sind und sich ganz ihrer Aufgabe des Herdenhütens und –beschützens verschreiben.**

Bedürfnisse: Reine Herdengebrauchshunde, die nur in die Hände von Schäfern gelangen sollten, da sie nur mit dem Ausleben ihrer ursprünglichen Aufgabe ein echt erfüllendes Leben führen. ***

Größe:  45 – 70 cm

Gewicht: 18 – 25 kg

3. TREIBHUNDE

Die Kernigen

Diese Hunde wurden ursprünglich dafür gezüchtet, das Vieh von der Weide oder vom Markt zu treiben. Meistens hatten sie aber auch noch Zusatzaufgaben wie z.B. das Bewachen des Hofes oder das Ziehen von Wägen. Treibhunde sind bis heute robuste Hunde, die sich aufgrund dessen unter Umständen auch als Familienhund eigenen,  sofern die Kinder nicht zu klein sind. Durch ihre geringe Empfindlichkeit können sie z.B. gut verkraften, wenn mal ein Kind über sie stolpert. Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass diese Tiere früher für harte Arbeit gezüchtet wurden und sie demzufolge bis heute sinnvoll beschäftigt werden wollen.

Welsh Corgi

Geschichte: Vielseitiger Hofhund und Viehtreiber aus Wales. Unterteilt in Welsh Corgi Cardigan und Welsh Corgi Pembroke. Letztere halten übrigens auch die englische Königsfamilie auf Trab. Queen Elizabeth II. ist der berühmteste Fan der Rasse.

Charakter: Selbstbewusster, aktiver und wachsamer Hund, der gerne mal in die Hacken kneift, wenn etwas nicht nach seiner Nase läuft. **

Bedürfnisse: Der Corgi entscheidet gerne selbst und braucht daher eine konsequente Führung, die seine Selbständigkeit in Schach hält. Aufgrund des langen Rückens für Hundesport nicht so geeignet, will aber unbedingt artgerecht beschäftigt werden. **

Größe: 25 – 31 cm

Gewicht: 11 – 17 kg

Rottweiler

Geschichte: Der Nachfahre der sog. “Saupacker“ war später klassischer Hund der Fleischer und entstammt aus der deutschen Stadt Rottweil. Dort gab es einen großen Viehmarkt, zu dem die Hunde das Vieh treiben und, während des Markttreibens, auf die Kassa aufpassen mussten.

Charakter: Selbstsicherer, nervenfester und reaktionsschneller Hund mit viel Arbeitsfreude und starker Anhänglichkeit an seinen Menschen.**

Bedürfnisse: Seine Anhänglichkeit sollte gut kontrolliert werden, er neigt dazu, die Verhältnisse umzudrehen. Aufgrund seiner Impulsivität sollte er in gefühlvolle Hände und ohne Druck, aber dennoch konsequent erzogen werden.**

Größe: 56 – 68 cm

Gewicht: 42 – 50 kg

Appenzeller Sennenhund

Geschichte: Seit 1906 ein Treib-, Hüte-, Wach- und Hofhund aus der Region Appenzell.

Charakter: Lebhaft, athletisch und lernfähig. Setzt gerne mal seinen Kopf durch. Ist Fremden gegenüber oft misstrauisch und daher anfänglich eher reserviert.**

Bedürfnisse: Der robuste, sportliche Hund braucht ein Leben mit sportlich-aktiven Menschen, die ihm vielerlei Aufgaben bieten. Starke Hundepersönlichkeit und eher nichts für Anfänger.**

Größe: 50 – 56 cm

Gewicht: 25 – 32 kg

Berner Sennenhund

Geschichte: Wach-, Treib- und Zughund auf den Bauernhöfen im Kanton Bern.

Charakter: Sicher, aufmerksam und furchtlos. Gutmütig und anhänglich mit Vertrauten, selbstsicher im Umgang mit Fremden.*

Bedürfnisse: In seiner Jugend sehr aktiv, wird der Berner Sennenhund als erwachsener Hund eher gelassen. Aufgrund seines Gewichts keine Sportskanone, sollte aber schon bewegt werden. Konsequente und geduldige Erziehung dennoch sehr wichtig! *

Größe: 60 – 72 cm

Gewicht: 40 – 44 kg

Entlebucher Sennenhund

Geschichte: Der kleinste Sennenhund. Seit 1927 im Zuchtbuch geführter Treib-, Hüte-, Wach- und Hofhund aus dem schweizerischen Tal “Entlebuch“.

Charakter: Temperamentvoll und anhänglich, jedoch auch oft misstrauisch gegenüber Fremden. Voller Arbeitseifer, sehr gelehrig und unempfindlich. **

Bedürfnisse: Dieser Arbeitshund schätzt jede Aktivität und ist gerne mitten im Geschehen. Eine einfühlsame, aber gradlinige Erziehung ist die Voraussetzung, um ihn als ausgeglichenen Begleiter zu halten. **

Größe:  42 – 50 cm

Gewicht: 20 – 30 kg

Australian Cattle Dog

Geschichte: Rinder-Treibhund, der durch die Kreuzung verschiedener Rassen von europäischen Einwanderern und der australischen Wildhunde (Dingos) entstand.

Charakter: Absolut perfektionistischer, kompakter, robuster und sehr wendiger Arbeitshund, dessen Ausdauer und Ungeduld ihm bis heute geblieben sind. Natürliches Misstrauen gegenüber Fremden. ***

Bedürfnisse: Aufgrund seiner Geschichte kein leichtführiger Hund für Anfänger. Sollte nur bei Menschen leben, die ihn vielseitig und körperlich gut auslasten können. Mit der richtigen Rassekenntnis und einer soliden Erziehung kann er aber ein toller Partner sein. ***

Größe:  43 – 51 cm

Gewicht:  16 – 25 kg

WUSSTET IHR’S?

Die ursprüngliche Aufgabe des Australian Cattle Dog war das Treiben von Rindern. Die gewünschte Arbeitsweise unterschied sich von der des Schafetreibens. Es war unerwünscht und gefährlich, die Rinder von vorne bellend anzugehen. Daher wurde der Dingo eingekreuzt, weil Dingos nur selten bellen. Gute sog. “Silent Heeler“ näherten sich dem Vieh also lautlos und fassten immer von hinten das hintere Bein des Rindes, auf dem das Gewicht ruhte.

4. HERDENSCHUTZHUNDE

Die Selbstständigen

Diese, auch Hirtenhunde genannten Rassen, sind bis heute dazu gemacht, bei Wind und Wetter, Tag und Nacht auf Schafherden aufzupassen und sie im Ernstfall auch vor Wölfen, Bären oder Dieben zu verteidigen. Ihre Selbständigkeit ist dabei wichtig, schließlich sollten sie auch einige Tage ohne den Hirten auskommen. Für die Haltung in unserer Gesellschaft ist diese Eigenschaft aber ein großer Nachteil. Auch der stark ausgeprägte Territorialinstinkt lässt ihn als klassischen Familien- und Anfängerhund kategorisch ausscheiden.

Kuvasz

Geschichte: Diese ungarischen Hirtenhunde wurden vor allem im Mittelalter zur Wolfs- und Bärenjagd eingesetzt, später sollten sie große Anwesen bewachen.

Charakter: Sehr eigenständiger, selbstbewusster Hund mit hoher Verteidigungsbereitschaft. Nicht vom treuherzigen Blick und dem Kuschelfell täuschen lassen. Ausgeprägter Jagdtrieb. ***

Bedürfnisse: Wird seine Eigenständigkeit nie aufgeben und darf daher nur in Kennerhände, die ihn mit dem nötigen Verstand und Wissen erziehen. Braucht etwas Bewegung und ein Revier zum Bewachen. Beansprucht nicht viel Aufmerksamkeit und duldet fremde Menschen und Hunde nur sehr bedingt. **

Größe: 66 – 76 cm

Gewicht: 37 – 62 kg

Karakatschan (Bulgarischer Hirtenhund)

Geschichte: Die nicht international anerkannte Rasse wurde erst 2005 vom bulgarischen Landwirtschaftsministerium anerkannt. Sie ist nach den Karakatschanen benannt, einer in Bulgarien lebenden griechischen Minderheit.

Charakter: Mutiger und ausgesprochen wachsamer und verteidigungsbereiter Hund, wenn jemand sein vertrautes Umfeld betritt oder stört.  ***

Bedürfnisse: Nur als Wachhund für Grundstücke oder Tiere geeignet. Kann als Stadthund kein artgerechtes Leben führen.**

Größe: 60 – 75 cm

Gewicht: 30 – 55 kg

Mastín Español (Spanischer Mastiff)

Geschichte: In Westspanien verbreiteter Herdenschutzhund, der sich besonders durch Schutz vor Wölfen auszeichnet.

Charakter: Tag und Nacht wachsam und stets aktionsbereit. Steht wohl auch deshalb auf den umstrittenen “Rasselisten“ in einigen Bundesländern.***

Bedürfnisse: Kein Wohnungshund! Braucht ein Anwesen zum Bewachen und duldet nichts Fremdes im Revier. Nicht sehr beschäftigungsintensiv.**

Größe: 72 - 82 cm

Gewicht: 55 – 72 kg

Zentralasiatischer Owtscharka

Geschichte: Alte Hirtenhundrasse aus der Kaukasusregion. In der Sowjetunion als scharfe Objekt- und Personenschutzhunde gezüchtet.

Charakter: Sehr selbstbewusster, territorialer Hund mit ausgeprägter Verteidigungsreaktion. Schärfe und Misstrauen gegenüber Fremden ist ein typisches Merkmal dieser Hunde.***

Bedürfnisse: Nur für Kennerhände mit klarer Führung. Richtige Welpenprägung und
-sozialisierung sehr wichtig. Nichts für sportlich aktive Menschen, als Stadhund gänzlich ungeeignet. **

Größe: 62 – 65 cm

Gewicht: 45 – 70 kg

Komondor

Geschichte: Ungarischer Herdenschutzhund mit asiatischen Wurzeln. Sein Schnürebehang verbreitete sich zunehmend erst in den letzten 100 Jahren.

Charakter: Temperamentvoll und anhänglich, jedoch auch oft misstrauisch gegenüber Fremden. Voller Arbeitseifer, sehr gelehrig und unempfindlich. **

Bedürfnisse: Muss mit viel Sachverstand und Einfühlungsvermögen erzogen werden, jedoch immer seine Selbständigkeit behalten. Nicht sehr aktiv, patrouilliert lieber den ganzen Tag auf seinem Territorium. Kein Stadt- und Wohnungshund.**

Größe:  65 – 70 cm

Gewicht: 40 – 60 kg

Kangal

Geschichte: Türkischer Herdenschutzhund, der von Nomaden abstammt, die nach Anatolien zogen.

Charakter: Wird in der Türkei auch als Diensthund geführt und ist entsprechend wachsam und verteidigungsbereit. Sehr selbständig und weiß im Falle von seiner Kraft Gebrauch zu machen. ***

Bedürfnisse: Den Anforderungen eines Kangals können wir in unseren Breiten nicht gerecht werden. Ist nur glücklich, wenn er aufpassen und bewachen kann.**

Größe:  72 – 86 cm

Gewicht:  41 – 66 kg

Maremmano-Abruzzese

Geschichte: Der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund stammt aus der Toskana und soll dort bis heute Schafherden vor Wölfen, Bären und anderen Raubtieren schützen.

Charakter: Ein kräftiger Hund, der gegenüber seiner Familie ein aufmerksamer Beschützer ist. Seine Selbständigkeit wird er nie ablegen, schließlich wurde diese ja beim Arbeiten von ihm verlangt ***

Bedürfnisse: Er ist je nach Laune auch gelehrig, wird sich aber nie stark am Menschen orientieren. Eher ruhiger Hund, der für dynamische Aktivitäten kaum zu haben ist.**

Größe:  60 – 73 cm

Gewicht:  30 – 45 kg

Šarplaninac (Jugoslawischer Hirtenhund)

Geschichte: Über Jahrhunderte entstandene Rasse, welche die Hirten Serbiens und Mazedoniens als Herdenschutzhund begleitete. Nach dem Gebirge “Šar Planina“ benannt.

Charakter: Sehr eigenwillig und selbständig. Fremden gegenüber abweisend und intolerant. Ruhiger Typ – in der Dämmerung wird er oft aufmerksamer.***

Bedürfnisse: Muss vom Welpenalter an gewissenhaft auf Umwelt und Menschen geprägt und sozialisiert werden, sonst werden seine Halter Schwierigkeiten haben. Kein Stadt- und Wohnungshund.**

Größe:  58 – 70 cm

Gewicht:  30 – 45 kg

Chien de Montagne des Pyrénées (Pyrenäenberghund)

Geschichte: Herdenschutzhund der französischen Pyrenäen, auch Wachhund der Schlösser. Gesellschaftshund am Hof Ludwigs XIV.

Charakter: Robuster, wendiger Hund, der sehr eigeninitiativ und unabhängig agiert. Territorial und skeptisch mit allem Fremden.***

Bedürfnisse: Nur für Rassekenner, die ihn einfühlsam, aber konsequent erziehen. Hält sich gerne im Freien auf und braucht seine Aufgabe als Wächter. Kein Sportler.**

Größe:  65 – 80 cm

Gewicht:  36 – 55 kg

WUSSTET IHR’S?

Herdenschutzhunde, die direkt in der Herde arbeiten sollen, sind meistens weiß, damit man sie kaum von den Schafen unterscheiden kann. Ihr Geruch wird von dem der Schafe überlagert. So fühlen sich kleine Beutetiere zwischen den Schafen sicher und werden für den Hund zur leichten Beute, da er sich ja zum Jagen nicht entfernen sollte. Dunklere Typen werden eher zur Verteidigung von Haus, Hof und Gelände verwendet.

5. JAGDHUNDE

Früher war der Hund ein unentbehrlicher Jagdpartner des Menschen und eine große Hilfe im Alltag. Sei es, um ein Tier aus dem Bau zu treiben, Wild aufzuspüren oder geschossenes Wild zum Menschen zu bringen. Dadurch, dass Jagden aber immer spezieller wurden und Hunde spezifischere Aufgaben bekamen, entwickelten sich innerhalb der Jagdhunde unterschiedliche Gruppen: Gemeinschaftsjäger, Solitärjäger und Meutejäger.

Gemeinschaftsjäger

Diese Rassen bilden die größte Gruppe unter den Jagdhunden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie für die mehr oder weniger enge Zusammenarbeit mit dem Menschen gezüchtet wurden. Sie sollten dem Jäger die Beute anzeigen (Vorstehhunde), Wild “hoch machen“, also in die Luft scheuchen, damit der Jäger es schießen kann, dem Jäger das geschossene Wild bringen (apportieren) und vieles mehr. Diese Hunde müssen vor allem ruhig und nervenstark sein und gut mit dem Jäger kooperieren. Daher eignen sie sich in der Regel auch für Anfänger und als Familienhunde, sofern sie nicht aus einer jagdlichen Leistungszucht kommen.

Airedale Terrier

Geschichte: “König der Terrier“ stammt aus dem Tal der “Aire“ in Yorkshire. Ursprünglich für die Wasserjagd auf Otter, Wasserratten, Marder und Wasservögel gemacht.

Charakter: Vielseitiger, temperamentvoller Terrier. Immer arbeitsfreudig, wachsam und überaus aktiv.**

Bedürfnisse: Durch seine Agilität braucht er viel Bewegung, aber auch geistige Auslastung. Für viele hundesportliche Aktivitäten geeignet. Liebevoll und konsequent erzogen ist er ein treuer Begleiter für aktive Menschen. **

Größe: 56 – 61 cm

Gewicht: 18 – 29 kg

Irish Soft Coated Wheaten Terrier

Geschichte: Ehemals multitalentierter Bauernhund, Wächter, Viehtreiber, Rattenfänger und auch zur Fuchs- und Dachsjagd eingesetzt. Das weichhaarige ("soft-coated") und weizenfarbene (“wheaten“) Fell gibt dieser mind. 200 Jahre alten Rasse seinen Namen.

Charakter: Entschlossen und lebhaft. Territorial sehr wachsam und mutig. Dennoch verspielt und fordernd.**

Bedürfnisse: Aufgeweckter, lebenslustiger Begleiter, der aber klare Führung und Regeln braucht, um sich den gesellschaftlichen Bedürfnissen anpassen zu können. Sportlich und nichts für bequeme Menschen.**

Größe: 46 – 48 cm

Gewicht: 18 – 21 kg

Brandlbracke

Geschichte: Aufgrund seiner dichten, markanten Augenbrauen auch “Vieräugl“ genannt. Im Mittelalter gab es über die Alpentäler verteilt verschiedene Schläge der “Alpenbracke“, woraus sich im 19 Jh. u.a. die Brandlbracke herauskristallisierte.

Charakter: Freundliches, gutmütiges Wesen, sehr aktiv und natürlich sehr jagdlich motiviert.**

Bedürfnisse: Absoluter Schnüffelprofi, dem jede Art von Nasenarbeit Spaß macht. Robust und ausdauernd, der mit Aufgabe auch ein netter Familienhund ist.**

Größe: 48 – 56 cm

Gewicht: 15 – 22 kg

WUSSTET IHR’S?

Die Jagdmethode der Bracken ist die sog. “Brackierjagd“. Der Hund soll dabei die Fährte von Fuchs oder Hase selbständig mit der Nase verfolgen, das Tier aufscheuchen und laut bellend verfolgen – sog. “Spurlaut“ geben. So zeigt er dem Jäger an, dass er auf der Spur ist und treibt es ihm großräumig entgegen.

Tiroler Bracke

Geschichte: Weiterer Nachfahre der Alpenbracken. Dieser Hundetyp soll schon um 1500 dem Kaiser bei der Jagd geholfen haben. Die Reinzucht begann um 1860 in Tirol.

Charakter: Wesensfester, jagdpassionierter Hund mit absolut feiner Nase. Sehr selbständig und ausdauernd.**

Bedürfnisse: Fühlt sich nur wohl, wenn er seiner ursprünglichen Aufgabe nachgehen darf. Mit genügend Konsequenz und liebevoller Führung ein geselliger Familienhund.**

Größe: 42 – 50 cm

Gewicht: 15 – 25 kg

Steirische Rauhaarbracke

Geschichte: Der steirische Industrielle Carl Peintinger begann 1870 mit der Zucht, speziell für die Jagd im Hochgebirge. Auch Peintinger Bracke genannt.

Charakter: Widerstandsfähiger, genügsamer Jagdgebrauchshund. Bei Wind und Wetter in jedem Gelände unterwegs. Freundlich und ausgeglichen.**

Bedürfnisse: Angenehmer, unkomplizierter Begleiter, wenn sie ihrer Hauptpassion, dem Jagen, unter kontrollierter Hand nachgehen darf.**

Größe:  45 – 53 cm

Gewicht: 15 – 22 kg

Polnische Bracke (Ogar Polski)

Geschichte: Eine ursprüngliche Kreuzung aus russischen Bracken mit Bloodhound und windhundeähnlichen Jagdhunden.

Charakter: Ausdauernd, resistent und sehr menschenfreundlich. Feinfühlig, gelehrig und nur bedingt selbständig.**

Bedürfnisse: Passionierter Jäger, der eigenständig arbeitet, ohne Kontakt zum Menschen zu verlieren. Bei der richtigen Auslastung auch als Familienhund geeignet. Ruhig und unaufdringlich.**

Größe:  55 – 65 cm

Gewicht:  20 – 35 kg

Deutsche Bracke

Geschichte: Blieb von den zahlreichen deutschen Brackenschlägen übrig, einst Olper Bracke genannt.

Charakter: Eiserner Arbeitswille. Anhänglicher, feinfühliger, aber wesensfester Hund.**

Bedürfnisse: Sollte, wie alle Hunde, ohne Härte und Gewalt erzogen werden. Diese feinsinnige Bracke kann nicht mit Druck erzogen werden. Sollte aber ihre Jagdpassion ausleben dürfen.**

Größe:  40 – 53 cm

Gewicht:  15 – 23 kg

Slowakische Bracke

Geschichte: Schwarzwildbracke (für die Wildschweinjagd), die seinerzeit mit ungarischen und polnischen Bracken sowie Windhunden gekreuzt wurde.

Charakter: Temperamentvoll, intelligent und wendig. Anhänglicher und wachsamer Jagdhund.**

Bedürfnisse: Konsequente Erziehung mit klaren Strukturen ist wichtig, um diesen sonst eher anspruchslosen Hund in der Familie zu halten. Muss seine ursprüngliche Aufgabe leben können.**

Größe:  40 – 50 cm

Gewicht:  15 – 20 kg

Hannover’scher Schweißhund

Geschichte: Auf die mittelalterlichen Leithunde zurückzuführen, die bei der Jagd starke Hirsche und Wildschweine ausfindig machen mussten, um den Jagderfolg zu garantieren.

Charakter: Ruhiger, wesensfester Jagdhund, der sich durch sehr genaues Arbeiten auszeichnet. Wachsam! **

Bedürfnisse: Jagdgebrauchshund, der mit konsequenter, aber liebevoller Ausbildung nur in Kennerhände gelangen sollte. Erziehung und Ausbildung erfordert viel Geduld und Zeit. **

Größe:  48 – 55 cm

Gewicht:  25 – 40 kg

Bayrischer Gebirgsschweißhund

Geschichte: Angepasst an die “moderne“ Jagd, züchtete Baron Karg-Bebenburg aus Bayern 1870 diesen leichten Schweißhund.

Charakter: Ruhig, ausgeglichen und anhänglich mit seinen Menschen. Oft zurückhaltend mit Fremden. Gilt als Sensibelchen.**

Bedürfnisse: Leichtführiger, aber passionierter Jagdhund, der seinen Veranlagungen entsprechend ausgelastet werden sollte. Fährtenlegen und jede Form der Nasenarbeit lasten ihn super aus. Für ambitionierte Anfänger geeignet.**

Größe:  44 – 52 cm

Gewicht:  25 – 30 kg

Rhodesian Ridgeback

Geschichte: Aus dem Süden Afrikas stammende Jagdhunde, die zur Jagd von Löwen eingesetzt wurden. Ihr typischer Rückenkamm (“Ridge“) wächst in die entgegengesetzte Fellrichtung.

Charakter: Würdevoller, kräftiger und sehr selbständiger Hund mit ausgeprägtem Territorialinstinkt. Fremden gegenüber oft sehr skeptisch. Trotz ihrer Stattlichkeit oft echte Weichlinge, wenn es um Nässe und Kälte geht.***

Bedürfnisse: Sehr fordernder Hund, der klare Erziehung braucht, aber keinen Druck mag. Nicht leicht zu motivieren, braucht aber dennoch ausreichende körperliche und geistige Beschäftigung. Nichts für Anfänger.**

Größe:  61 – 69 cm

Gewicht:  32 – 36 kg

Deutsch Langhaar 

Geschichte: Halfen schon im Mittelalter dabei, Vögel in Netzen zu fangen. Später wurden daraus die Vorstehhunde, die nah am Jäger “unter der Flinte“ arbeiteten.

Charakter: Ausgeglichen, gutmütig, aber arbeitspassionierter Jagdhund.***

Bedürfnisse: Konsequente Erziehung ohne Härte und die Möglichkeit, seine Arbeitsfreude ausleben zu dürfen, machen ihn zum angenehmen (Familien-)Begleithund.***

Größe:  60 – 66 cm

Gewicht:  30 – 35 kg

WUSSTET IHR’S?

Sog. “Vorstehhunde“ sind besonders schnelle Jagdhunde, die stundenlang im gestreckten Galopp Felder absuchen. Beim “Vorstehen“ zeigt der Hund dem Jäger das Wild an, verharrt dazu reglos und ohne Laut in seiner Position und hebt dabei meist eine Vorderpfote an. Das Vorstehen ist angeboren und kann deshalb auch bei nicht jagdlich geführten Hund im Park beobachtet werden.

Deutsch Kurzhaar

Geschichte: Kreuzung aus italienischen, spanischen Vorstehhunden mit dem englischen Pointer. Reinzucht seit 1897.

Charakter: Wesensfester, temperamentvoller, aber ausgeglichener Jagdhund. Robuster Allrounder für die Jagd. Ausdauernd und sehr schnell und kräftig.**

Bedürfnisse: Sollte seine Veranlagung ausleben dürfen. Kann sonst zum absoluten Nervenbündel werden. Nichts für Anfänger und bequeme Halter. Als Familienhund bedingt geeignet.***

Größe:  58 – 66 cm

Gewicht:  25 – 35 kg

Deutsch Drahthaar

Geschichte: Ende des 19. Jh. aus einer Kreuzung verschiedener rauhaariger Jagdhunde entstanden, wurde er zum beliebtesten Jagdgebrauchshund überhaupt.

Charakter: Beherrschter, ausgeglichener und kraftvoller Alleskönner bei der Jagd. Robust und jeder Wetterlage trotzend.***

Bedürfnisse: Braucht klare konsequente Ausbildung und Erziehung ohne Härte und Zwang. Darf nicht als “arbeitsloser“ Begleithund geführt werden und sollte bei Rassekennern leben.***

Größe:  57 – 68 cm

Gewicht:  25 – 30 kg

Deutsch Stichelhaar

Geschichte: Seltener und ältester deutscher rauhaariger Vorstehhund, dessen Ursprünge auf das 16. Jh. zurückgehen.

Charakter: Ausgeglichen, robust, mutig aber beherrscht. Wachsam mit gewolltem Schutzinstinkt. ***

Bedürfnisse: Gilt als leichtführig, sollte jedoch trotzdem nur da gehalten werden, wo er seine Instinkte kontrolliert ausleben und arbeiten darf. Ansonsten angenehmer, ausdauernder Begleiter. ***

Größe:  58 – 70 cm

Gewicht:  20 – 29 kg

Braque d‘Auvergne

Geschichte: Vor ca. 200 Jahren in Frankreich entstandener Vorstehhund. Für die Jagd auf Niederwild gezüchtet.

Charakter: Sanft, verschmust, klug und anpassungsfähig. Arbeitspassioniert und sehr aktiv.**

Bedürfnisse: Trotz seiner positiven Eigenschaften ein Vollblutjagdhund, der seine Veranlagung ausleben können muss. Eine konsequente, aber freundliche Erziehung vorausgesetzt, kann er auch ein angenehmer Familienbegleiter sein.**

Größe:  53 – 63 cm

Gewicht:  22 – 28 kg

Magyar Viszla 

Geschichte: Nachfahre uralter ungarischer Jagdhunde, später mit Pointer und Deutsch Kurzhaar gekreuzt.  Später entstand auch eine Drahthaar-Variante.

Charakter: Aktiv, freundlich und ausgeglichen. Meist verträglich mit allem und jedem. Sehr ausdauernd und sportlich. Manchmal sehr feinfühlig oder quirlig.*

Bedürfnisse: Leichtführiger Hund, der vielseitig und flexibel ist und nur bei sportlichen Menschen glücklich ist. Pflegeleicht und als Anfänger- und Familienhund geeignet.**

Größe:  54 – 64 cm

Gewicht:  18 – 30 kg

Kleiner Münsterländer

Geschichte: Aus dem Münsterland stammender, seit jeher beliebter Hund für die Wachteljagd. Die kleine Variante entstand erst nach dem Großen Münsterländer.

Charakter: Lernfähig, temperamentvoll und aufmerksam. Sehr sozial und auf den Menschen bezogen, sehr arbeitseifrig und wachsam. ***

Bedürfnisse: Bei liebevoller konsequenter Führung ein angenehmer Familienbegleithund, der aber in Kennerhänden seine Jagdleidenschaft ausleben sollen dürfte. ***

Größe:  52 – 54 cm

Gewicht:  18 – 25 kg

Großer Münsterländer

Geschichte: Ursprünglich nur eine “Farbvariante“ des Dt. Langhaar. Liebhaber züchteten aber die schwarz-weiße Version als eigene Rasse weiter.

Charakter: Gelehrig und lebhafter Jagdbegleithund, der vielseitige Fähigkeiten hat. Wachsam mit guter Bindung an den Halter. ***

Bedürfnisse: Sollte täglich seinen Veranlagungen entsprechend ausgelastet werden. Nichts für Anfänger. Bei entsprechender Beschäftigung ausgeglichener, friedlicher Familienhund. ***

Größe:  58 – 65 cm

Gewicht:  29 – 31 kg

Weimaraner

Geschichte: Nachkomme des Thüringer Jagdhundes, steht offiziell seit 1878 im Zuchtbuch. Wird selten auch als Langhaar-Variante gezüchtet.

Charakter: Kraft- und temperamentvoller Jagdhund mit ausgeprägtem Arbeitswillen. Sehr territorial und wachsam. Mit seinen Menschen aber sehr anhänglich und freundlich. ***

Bedürfnisse: Konsequente Erziehung ohne Zwang und Gewalt vorausgesetzt, ist er ein beliebter Begleithund für sportliche aktive Menschen. Nichts für Anfänger und Familien. ***

Größe:  57 – 70 cm

Gewicht:  25 – 40 kg

Bretonischer Spaniel (Epagneul Betron)

Geschichte: Schon im Mittelalter gemeinsam mit Falken zur Jagd eingesetzt. Später wurden Setter und Spaniel eingekreuzt. Vor allem in Frankreich einer der beliebtesten Jagdhunde überhaupt.

Charakter: Geselliger, ausgeglichener kleiner Vorstehhund mit guter Nase und Spaß an der Arbeit. **

Bedürfnisse: In der Regel leichtführiger Hund, der sich bei artgerechter Auslastung auch gut als Familienbegleithund eignet. Sehr anpassungsfähig und seinen Menschen gegenüber freundlich und anhänglich. **

Größe: 47 – 51 cm

Gewicht:  14 – 18 kg

Spinone Italiano

Geschichte: Schon im Mittelalter beliebter Vorstehhund aus dem Piemont in Italien.

Charakter: Robuster, vielseitiger Jagdhund mit hohem Arbeitseifer. Wachsam, aber aufgeschlossen. **

Bedürfnisse: Aufgrund seiner Sensibilität braucht er eine einfühlsame, aber konsequente Erziehung. Bei ausreichender geistiger und körperlicher Beschäftigung als Familienhund geeignet, wird selten sogar zum Blinden- oder Assistenzhund ausgebildet. Eignet sich hervorragend fürs “Mantrailing“. **

Größe: 58 – 70 cm

Gewicht:  28 – 37 kg

WUSSTET IHR’S?

Als “Mantrailing“ (engl. “man“ = Mensch, “trail“ = verfolgen) bezeichnet man die Suche von Personen mit Spürhunden. Dabei verfolgen die Hunde die individuelle Duftspur einer gesuchten Person, welche durch Hautschuppen, die der Mensch jede Minute verliert,  entsteht. Mantrailing ist mittlerweile auch zur beliebten Beschäftigungsmöglichkeit für arbeitsfreudige Begleithunde geworden.

English Pointer

Geschichte: DER Vorstehhund schlechthin, stammt von spanischen Vorstehhunden ab. „To point“ bedeutet übrigens “anzeigen“ und beschreibt seine jagdliche Hauptaufgabe schon im Namen.

Charakter: Freundlich, lebhaft und kräftig. Extrem ausdauernd und schnell. Sehr arbeitspassioniert **

Bedürfnisse: Zieht bei der Jagd sehr weite Kreise, hat starken Bewegungsdrang und ohne sinnvolle Aufgaben schwer ansprechbar. Seinen Laufdrang auszuleben, ist in unserer Gesellschaft kaum möglich, daher ist er als klassischer Begleithund nicht wirklich artgerecht zu halten. ***

Größe: 61 – 69 cm

Gewicht:  25 – 30 kg

Irish Red and White Setter

Geschichte: Dieser zweifarbige, alte irische Vorstehhund geht auf die mittelalterlichen Vogelhunde zurück.

Charakter: Gutmütig, entschlossen und energisch. Menschenbezogen aber mit großer Leidenschaft für die Jagd. Nicht so heißblütig wie sein einfarbiger roter Verwandter. **

Bedürfnisse: Liebt die Zusammenarbeit mit dem Menschen. Braucht aktive Menschen, die sich vielseitig mit ihm beschäftigen. Konsequente Erziehung und gute Abrufbarkeit zu trainieren, sollte sich von selbst verstehen. Unter diesen Umständen auch als Familienbegleithund geeignet. **

Größe: 57 – 66 cm

Gewicht:  25 – 34 kg

English Setter

Geschichte: Britischer Nachkomme der mittelalterlichen Vogelhunde, bei dem der englische Pointer eingekreuzt wurde. Heute vielseitig einsetzbarer Vorstehhund auf Federwild.

Charakter: Gutmütiger, freundlicher und hoch passionierter Jagdhund, der gerne große Kreise zieht. Kooperiert gut und gerne mit dem Menschen. **

Bedürfnisse: Muss seine natürlichen Bedürfnisse nach Bewegung und Arbeit ausleben können. Ansonsten leichtführig und agiler Begleithund für ambitionierte Halter. **

Größe: 61 – 68 cm

Gewicht:  20 – 36 kg

Gordon Setter

Geschichte: Durch den Duke of Gordon reingezüchteter schottischer Vorstehhund, der sich vor allem in schwierigem Gelände bewies.

Charakter: Verträglich und liebenswürdig. Sehr bewegungsfreudiger, fieberhafter Arbeiter mit hoher Lernbereitschaft. **

Bedürfnisse: Klare und geradlinige Erziehung mit artgerechter Beschäftigung und viel Bewegung sind notwendig, um diesen nicht ganz leichtführigen Hund zum angenehmen Begleithund zu machen. **

Größe: 62 – 66 cm

Gewicht:  25 – 30 kg

Irish Red Setter

Geschichte: Stammt vom rot-weißen Setter ab und ist seit dem 18. Jh. als Vorstehhund zur Vogeljagd bekannt.

Charakter: Temperamentvoller, interessierter Jagdhund mit großem Arbeitseifer. Freundlich und anhänglich mit seinen Menschen. **

Bedürfnisse: Nur für Menschen, die seiner Lauffreude und dem unbändigen Arbeitswillen nachkommen können. Bei geradliniger und einfühlsamer Erziehung ein netter Begleithund, aber nichts für Anfänger. **

Größe: 55 – 67 cm

Gewicht:  26 – 29 kg

Großpudel

Geschichte: Der auch “Königspudel“ genannte Jagdhund wurde in Westeuropa für die Jagd auf Wassergeflügel gezüchtet. Der Name rührt vom altdeutschen “puddeln“ und bedeutet “im Wasser planschen“.

Charakter: Freundlicher, aufgeschlossener, aber sensibler Hund. Gelehrig, verträglich und leicht motivierbar.*

Bedürfnisse: Der Pudel verlor im Laufe der Zeit seine jagdlichen Qualitäten, die Apportierfreude ist ihm aber geblieben. Daher bedarf es trotz der Leichtführigkeit einer sinnvollen Beschäftigung und klaren Regeln in der Erziehung. **

Größe: 45 – 60 cm

Gewicht:  18 – 25 kg

American Cocker Spaniel

Geschichte: Erst 1951 offiziell anerkannte, US-amerikanische Variante, die aus dem English Cocker Spaniel herausgezüchtet wurde.

Charakter: Fröhlich, verspielter Familienhund. Sanftmütig, gelehrig und anpassungsfähig mit nach wie vor guten Riecheigenschaften.*

Bedürfnisse: Einfühlsame, aber konsequente Erziehung ist erforderlich, um diesen ehemaligen Jagdhund z.B. gut rückrufbar zu machen. Liebt Beschäftigung und Spiel und sollte dies auch als Familienhund erleben können. Langes, pflegeintensives Fell. **

Größe: 34 – 38 cm

Gewicht:  10 – 12 kg

English Cocker Spaniel

Geschichte: Alter englischer Vogelhund für die Jagd auf Waldschnepfen gezüchtet. In verschiedensten Farbvarianten möglich.

Charakter: Anhänglich, fröhlich, aber zuweilen auch eigensinniger Begleithund, mit ausgeprägter Schnüffelnase. **

Bedürfnisse: Sollte regelmäßig bewegt und beschäftigt werden, damit er sich bei seinen Haltern nicht verselbständigt. Bei stringenter Erziehung auch als Familienhund geeignet. **

Größe: 38 – 41 cm

Gewicht:  13 – 15 kg

English Springer Spaniel

Geschichte: Ältester und größter der englischen Spaniels. Für die Vogeljagd mit Falken und Windhunden gezüchtet.

Charakter: Freundlicher, aktiver und vielseitiger Hund mit ausgeprägtem Bewegungsdrang  und feiner Nase. **

Bedürfnisse: Der passionierte Jagdhund sollte nach seinen Bedürfnissen ausgelastet werden, nur dann ist er zuhause ausgeglichen und ruhig. Gut erzogen als Familienhund geeignet.**

Größe: 46 – 56 cm

Gewicht:  18 – 25 kg

Deutscher Wachtelhund

Geschichte: 1834 in Oberbayern gezielt als vielseitiger Jagdhund gezüchtet.

Charakter: Sehr spezialisierter, aber freundlicher Jagdgebrauchshund, der hauptsächlich in Jägerhand lebt. Menschenbezogen und dennoch selbständig beim Arbeiten. ***

Bedürfnisse: Passionierter Jagdhund, der in Kennerhände gehört. Konsequente, fachkundige Erziehung ohne Härte, Zwang oder Gewalt erforderlich. ***

Größe: 45 – 54 cm

Gewicht:  18 – 25 kg

Portugiesischer Wasserhund

Geschichte: Einen wahrhaften Boom erlang die Rasse vor ein paar Jahren durch die Hunde des US-Präsidenten Obama. Einst Begleiter der Fischer in Portugal, die Boote und Fang bewachten und auch aus den Netzen entkommene Fische apportierten.

Charakter: Lebhaft, unermüdlich und sehr gelehrig. Territorialer, wachsamer Beschützer. Sehr agil und robust.**

Bedürfnisse: Richtige frühzeitige Prägung auf Menschen, Tiere und Umwelt unabdingbar, um ihn als gut sozialisierten Begleiter zu halten. Geduldige und konsequente Erziehung erforderlich. Hund für aktive, bewegungsfreudige Naturfreunde.**

Größe: 43 – 57 cm

Gewicht:  16 – 25 kg

Golden Retriever 

Geschichte: Ende des 19. Jh. von Lord Tweedmouth in Schottland aus gelbem Labrador, Irish Setter und Wasserspaniel gezüchtet.

Charakter: Freundlich, menschenbezogen, ausgeglichen und dennoch arbeitsfreudig. Leider zum Teil schon überzüchtet, daher bei der Auswahl unbedingt auf Gesundheit und Wesen achten.*

Bedürfnisse: Braucht trotz seiner Leichtführigkeit eine konsequente Erziehung. Ist glücklich wenn er mit seinen Menschen Zeit verbringen darf und ihm Beschäftigung geboten wird. Für Anfänger und Familien geeignet.**

Größe: 51 – 61 cm

Gewicht:  25 – 34 kg

WUSSTET IHR’S?

“To retrieve“ bedeutet “zurückbringen“ und bei der Jagd das Herbeibringen des vom Jäger geschossenen Wildes durch den Jagdhund. In unserer Gesellschaft ist mit Apportieren meist das Herbeibringen eines geworfenen Gegenstandes wie Ball, Frisbee oder einem sog. “Dummy“ (mit Sand gefülltes Jutesäckchen) gemeint. Apportieren mit Stöcken birgt große Verletzungsgefahren und sollte daher unbedingt unterlassen werden.

Labrador Retriever

Geschichte: Nach der kanadischen Labrador-Halbinsel benannt, wurde er seit 1814 gezielt in England als Jagdbegleithund gezüchtet.

Charakter: Gutmütiger, temperamentvoller und leicht motivierbarer Hund. Arbeits- und Showlinie unterscheiden sich in der Zucht sehr deutlich – bei der Auswahl unbedingt darauf achten! *

Bedürfnisse: Trotz seines gutmütigen Wesens braucht er Erziehung und Beschäftigung. Regelmäßig ausgelastet, zeigt er sich zuhause entspannt. Eignet er sich für vielseitige Aktivitäten. **

Größe: 54 – 57 cm

Gewicht:  36 – 42 kg

Nova Scotia Duck Tolling Retriever

Geschichte: Die Indianer jagten mit roten Hunden an der Küste Neuschottlands erfolgreich Wildenten. Nach deren Vorbild entstand im 19. Jh. die kleinste der Retrieverarten aus der Einkreuzung von Spaniel, Setter und Collie.

Charakter: Ausdauernd, gelehrig und temperamentvoll. Sehr verspielt, anhänglich und freundlich. **

Bedürfnisse: Anspruchsvoller, aktiver Arbeitshund, der mit genügend Auslastung ein leicht erziehbarer, robuster und unkomplizierter Begleiter wird. Auch für Anfänger geeignet. **

Größe: 45 – 51 cm

Gewicht:  17 – 23 kg

Curly Coated Retriever 

Geschichte: Der größte der Retriever besitzt gelocktes Fell, das Luft einschließt und vor Kälte und Gestrüpp schützt. Entstand im 19. Jh. durch die Kreuzung eines Neufundländers mit einem Irish Water Spaniel und später verschiedenen Pudeln.

Charakter: Selbstbewusster Jagdhund mit ausgeprägter Wachsamkeit. Intelligent und seinen Menschen gegenüber anhänglich. Mit Fremden reserviert. **

Bedürfnisse: Der robuste “Curly“ denkt eigenständig und benötigt daher eine einfühlsame, konsequente Erziehung von aktiven Menschen, die ihn artgerecht auslasten können. **

Größe: 63 – 68 cm

Gewicht:  23 – 41 kg

Flat Coated Retriever

Geschichte: Ältester Retriever aus dem 19. Jh. durch Kreuzung aus Setter, Neufundländer, Labrador und Collie entstanden. War besonders beim Adel sehr beliebt.

Charakter: Gutmütiger, charakterfester und anpassungsfähiger Hund mit hohem Arbeitseifer und starker Bindung an seine Menschen.*

Bedürfnisse: Braucht Aufgaben und viel Bewegung. Mit liebevoller Konsequenz aber ausgeglichener Begleiter für informierte Anfänger. Als Familienhund geeignet.**

Größe: 56 – 61 cm

Gewicht:  33 – 37 kg

Chesapeake Bay Retriever 

Geschichte: 1807 strandeten Neufundländerwelpen an der Küste Marylands. Die Kreuzung mit heimischen Jagdhunden ergab diese US-amerikanische Rasse, deren Fell “ölig” wirkt. Die Unterwolle ist so dicht, dass kein Wasser bis auf die Haut dringt.

Charakter: Lebensfroher, arbeitsfreudiger Hund, der als selbstbewusst und unerschrocken gilt. Durch seine Wachsamkeit mit Fremden eher misstrauisch. Sehr robust. **

Bedürfnisse: Der “Chessie“ braucht klare Führung, sonst entscheidet er selbst. Er ist schnell im Kopf und braucht daher anspruchsvolle Aufgaben für Körper und Geist. Nichts für Anfänger oder bequeme Menschen. **

Größe: 53 – 66 cm

Gewicht:  25 – 37 kg

Kooikerhondje

Geschichte: In Holland seit jeher für die Entenjagd genutzt, lockte der Kooiker die Enten in Fangnetze, sog. “Koois“.

Charakter: Fröhlicher, verspielter und dennoch ruhiger und sensibler Begleithund. Gelehrig und wachsam. **

Bedürfnisse: Durch die stete Zusammenarbeit mit Menschen ist der Kooikerhondje mit dem richtigen Maß an Konsequenz leicht zu erziehen. Will und kann durch vielseitige Aktivitäten beschäftigt werden. **

Größe: 35 – 40 cm

Gewicht:  9 – 11 kg

Solitärjäger

Solitärjäger wurden überwiegend für die “Baujagd“ eingesetzt. Sie sollten also Fuchs, Dachs und Co. selbständig aus dem Bau treiben oder töten und dementsprechend klein, robust und unempfindlich sein. Da es immer ihre Aufgabe war, schnell und eigenmächtig zu handeln, eignen sie sich weniger als Anfänger- oder Familienhunde. Durch ihr angezüchtetes Temperament sind sie schnell aufgedreht und neigen dazu selbst Kontrolle zu übernehmen

Deutscher Jagdterrier

Geschichte: Nach dem 1. Weltkrieg aus schwarz-roten Fox Terriern und englischen Jagdterriern gezüchtet.

Charakter: Dieser vielseitige Jagdhund wurde besonders für die Baujagd verwendet. Sie sind daher sehr hart im Nehmen, arbeitsfreudig, ausdauernd und selbständig. Gehen sogar an Wildschweine. ***

Bedürfnisse: Dieser extrem robuste Hund ist nichts für Anfänger oder Familien. Ein reiner Jagdgebrauchshund, der seinen Mut ausleben möchte. ***

Größe: 33 – 40 cm

Gewicht:  8 – 10 kg

Border Terrier

Geschichte: Stammt aus dem Grenzgebiet England – Schottland (“Border“) und diente der Fuchsjagd zu Pferd.

Charakter: Schnell, ausdauernd, lebhaft und unerschrocken. Gelehriger und sportlicher Begleiter. **

Bedürfnisse: Eigenschaften eines typischen Terriers, vereint mit Fröhlichkeit und gewisser Anhänglichkeit gegenüber dem Menschen. Bei guter Auslastung auch als Familienhund geeignet. **

Größe: 28 – 40 cm

Gewicht:  5 – 7 kg

Foxterrier

Geschichte: Sowohl als Glatthaar “Smooth“ als auch Drahthaar “Wire“ einst für die Fuchsjagd gezüchtet. Bevorzugt gescheckt, da sie so nicht mit dem Fuchs verwechselt wurden.

Charakter: Lebhafter, wachsamer und furchtloser Hund. Passionierter Jäger, der immer alles im Griff haben will.  Mit seinen Menschen freundlich und verschmust. ***

Bedürfnisse: Anpassungsfähig, aber sehr eigenständig. Mangels Alternativen geht er auf die Jagd. Hund für sportlich aktive Menschen mit rücksichtsvollem, aber konsequentem Führungsstil. **

Größe: 36 – 39 cm

Gewicht:  7 – 10 kg

Manchester Terrier

Geschichte: Uralte Rasse, die einst als Stallhund zur Bekämpfung von Ratten und Mäusen gezüchtet wurde. Später wurden auf ihn hohe Wetteinsätze für das Töten der Ratten auf Zeit gesetzt.

Charakter: Lebhaft, wachsam und arbeitsfreudig. Frohnatur trotz Misstrauen gegenüber Fremden.**

Bedürfnisse: Der anhängliche Hund liebt vielseitige aktive Beschäftigung und passt sich allen Lebensumständen an. Testet den Menschen immer wieder an und braucht daher klare Führung ***

Größe: 38 – 41 cm

Gewicht:  8 – 11 kg

Jack Russell Terrier

Geschichte: Pfarrer “Jack Russell“ war auch Jäger und hat diesen Hund in Australien für die Jagd “unter der Erde“ gezüchtet.

Charakter: Lebhafter, wachsamer, sehr aktiver und selbständiger Terrier. Freundlich mit Menschen. **

Bedürfnisse: Sehr kerniger Begleithund, der nur mit Menschen leben kann, die ihn fördern und fordern. Braucht ganz klare Erziehungsregeln und verzeiht diesbezüglich keine Fehler. Daher eher nichts für Anfänger und Familien. ***

Größe: 25 – 30 cm

Gewicht:  5 – 6 kg

Parson Russell Terrier

Geschichte: Eine Urform des Foxterriers, wird heute noch zur Fuchsjagd eingesetzt. Ebenfalls von Reverend Russell gezüchtet.

Charakter: Unerschrocken und temperamentvoll, arbeitet selbständig und ausdauernd. Sehr gelehrig und menschenfreundlich. **

Bedürfnisse: Testet gerne die Konsequenz seiner Menschen an, braucht daher klare Führung ohne Härte und Druck. Sehr jagdlich passioniert, sollte er von seinen rassenkundigen Besitzern vielseitig ausgelastet werden. ***

Größe: 33 – 36 cm

Gewicht:  6 – 8 kg

Welsh Terrier

Geschichte: Der walisische Jagdterrier trieb, auch in der Meute, den Fuchs unverletzt aus seinem Bau.

Charakter: Furchtloser, territorial veranlagter Terrier mit hoher Arbeitsfreude. Fröhlich und liebenswürdig mit seinen Menschen. **

Bedürfnisse: Verspielter, aktiver Hund, der erzieherisch viel Konsequenz verlangt. Sollte früh viele Menschen und Hunde positiv kennenlernen. Liebt Bewegung und Beschäftigung. ***

Größe: 30 – 40 cm

Gewicht:  9 – 10 kg

Irish Terrier

Geschichte: Vielseitig eingesetzt diente der alte irische “rote Teufel“ als Jagd-, Hof-, Wach- und Familienhund.

Charakter: Temperamentvoll, kernig und selbstbewusst. Wachsam und verteidigungsbereit mit hoher Jagdleidenschaft. Anhänglich mit seinen Menschen. **

Bedürfnisse: Man muss seine Draufgänger-Art lieben, denn seine Erziehung erfordert viel Konsequenz und Arbeit. Liebt Bewegung und geistige Beschäftigung. Nichts für Stubenhocker! ***

Größe: 46 – 53 cm

Gewicht:  11 – 12 kg

Deutscher Pinscher

Geschichte: Stall-, Hof- und Kutschenhund. Die sog. “Rattler“ sollten sich durch die Rattenjagd auf dem Hof weitgehend selbst ernähren. Solange sie auf der Kutsche saßen, wagte niemand, Pferd und Wagen anzurühren.

Charakter: Temperamentvoll, selbstsicher und schlau. Sehr selbständig und territorial wachsam. Leidenschaftlicher Jäger. **

Bedürfnisse: Mit angemessener Konsequenz und viel Liebe zum Detail erzogen, ist dieser Pinscher ein robuster Begleithund für aktive und ambitionierte Halter.***

Größe: 45 – 50 cm

Gewicht:  14 – 20 kg

Australian Terrier

Geschichte: Schottische Siedler brachten diese eifrigen Ratten- und Schlangenjäger mit nach Australien.

Charakter: Klein, aber oho! Robust, wachsam und draufgängerisch wie ein Großer. Fröhlich und anhänglich. **

Bedürfnisse: Kein Hund für die Handtasche! Ist robust und flexibel auch als Stadthund zu halten. Braucht aber unbedingt angemessene Beschäftigung für Körper und Geist. **

Größe: 23 – 28 cm

Gewicht:  5 – 7 kg

Cairn Terrier

Geschichte: Carn, das gälische Wort für Steinhaufen, ist Ursprung der Bezeichnung Cairn. Seine Heimat im schottischen Hochland ist felsig und steinig. Dort jagten und töteten sie Otter, Füchse und Dachse.

Charakter: Aktiver, mutiger und wachsamer Terrier. Unabhängiger Typ mit Hang zur Selbstüberschätzung. Mit Menschen freundlich und gelehrig. **

Bedürfnisse: Selbst konsequente Erziehung wird von ihm immer wieder in Frage gestellt. Mit dem richtigen Maß an Beschäftigung kann er ein liebenswürdiger und nie langweiliger Begleiter sein. **

Größe: 28 – 31 cm

Gewicht:  6 – 8 kg

Norfolk Terrier

Geschichte: Im Getreideanbaugebiet Norfolk von Bauern als Ratten- und Mäusefänger gezüchtet und obendrein zur Fuchsjagd genutzt. Von Studenten in Cambridge seinerzeit zum Zeitvertreib für die Rattenjagd eingesetzt.

Charakter: Kerniger, wesensfester und wachsamer Hund. Sozial verträglicher als so manch anderer Terrier. Schlau und lernfreudig. **

Bedürfnisse: Anpassungsfähig und für einen Terrier eher leichtführig. Ausreichende Beschäftigung ist aber ein Must! *

Größe: 25 – 26 cm

Gewicht:  5 – 8 kg

Scottish Terrier

Geschichte: Schottischer Jagdterrier auf Fuchs, Otter und Dachs, der aber schon bald eher als Show- und Modehund gehandelt wurde.

Charakter: Ruhig, unabhängig, aber seinen Menschen treu. Wachsam bei Fremden. **

Bedürfnisse: Nicht überaktiv, gemütliche Spaziergänge und geistige Beschäftigung lasten ihn aus und machen ihn auch zum Stadthund für etwas bequemere Menschen. Konsequente Erziehung dennoch nötig! **

Größe: 25 – 28 cm

Gewicht:  8 – 10 kg

Skye Terrier

Geschichte: Aus Schottland stammender Jagdterrier von der Isle of Skye. Einst harter, kerniger Terrier für die Fuchsjagd, später eher als Mode- und Begleithund gehalten.

Charakter: Eigenwilliger, kräftiger Hund trotz seiner kurzen Beine. Mit Fremden zurückhaltend, aber auf seine Menschen sehr fixiert. Wachsamer Beschützer. **

Bedürfnisse: Konsequenz und klare Regeln sind in der Erziehung unabdingbar. Keine Sportskanone, sollte aber dennoch geistig beschäftigt werden. Sein Behang vor den Augen sollte zur besseren Kommunikationsfähigkeit gekürzt werden. **

Größe: 25 – 26 cm

Gewicht:  12 – 18 kg

West Highland White Terrier

Geschichte: Entstammen dem Cairn Terrier. Gelegentlich weiß Geborene dieser schottischen Jagdterrier waren eigentlich nicht erwünscht und wurde ausselektiert. Doch ein Jäger spezialisierte seine Zucht auf diese heutigen Modehunde.

Charakter:  Aktiver, robuster Begleithund mit Jagdpassion. Wachsam und unerschrocken. Freundlich mit Menschen. **

Bedürfnisse: Charmanter Terrier, der konsequente Führung braucht. Ist sehr anpassungsfähig, will aber beschäftigt werden.**

Größe: 23 – 30 cm

Gewicht:  6 – 10 kg

Australian Silky Terrier

Geschichte: Die Zucht begann bereits 1820. Später wurden Dandie Diamont, Australian und Yorkshire Terrier engekreuzt.

Charakter:  Lebhafter, wachsamer und fröhlicher Zeitgenosse. **

Bedürfnisse: Umgänglich und leichtführig, der Terrier schlummert aber nach wie vor in ihm. Quietschfidel lässt er sich liebend gerne von seinen Menschen beschäftigen. Sehr anpassungsfähig. **

Größe: 23 – 26 cm

Gewicht:  3 – 5 kg

Yorkshire Terrier

Geschichte: Der ehemalige Rattenjäger wurde durch die Einkreuzung mit Skye Terrier und Malteser leider zum Modehund mit Mascherl auf dem Kopf.

Charakter:  Temperamentvoller, quirrliger Terrier - sehr gelehrig und schlau. Wachsam und stets aufmerksam und gut gelaunt. **

Bedürfnisse: Erfordert trotz seiner geringen Größe Erziehung nach Terrier-Manier: Konsquenz und klare Regeln ohne Druck und Zwang. Ist sehr ausdauernd und will daher beschäftigt und bewegt werden. **

Größe: 22 – 24 cm

Gewicht:  2 – 3 kg

WUSSTET IHR’S?

Der Yorkshire Terrier ist der kleinste Kampfhund der Welt. Der furchtlose Hund wurde früher zur Unterhaltung im Kampf gegen Ratten eingesetzt. Menschen setzen hohe Wetteinsätze auf diese Rasse. Auch der Manchester Terrier machte seinem Namen als Rattenkämpfer alle Ehre.

Dackel (Teckel) 

Geschichte: Die kurzbeinigen Bracken dienten dem Jäger, indem sie in Dachs- und Fuchsbaue eintauchten und ihm diese wehrhaften Tiere mutig vor die Flinte trieben. Der älteste Schlag ist der Kurzhaardackel, dann kam der Langhaar- und später der Rauhaardackel (vom Jäger bevorzugt).

Charakter:  Selbständigkeit, Robustheit und blitzschelle Entscheidungsfähigkeit zeichnen den Dackel aus. ***

Bedürfnisse: Seine Charaktereigenschaften erfordern in der Erziehung höchste Konsequenz und Klarheit. Sein ausgeprägtes Beuteverhalten machen ihn nicht unbedingt zum idealen Kinderhund. Er ist dennoch gelehrig, freundlich und vielseitig aktiv. **

Größe: 26 – 38 cm

Gewicht:  3 – 12 kg

Bedlington Terrier 

Geschichte: Von englischen Bergarbeitern im Gebiet um Bedlington für die Jagd auf Otter und Ratten gezüchtet. Aus schottischen Terriern, Whippet und Otterhound entsanden.

Charakter:  Temperamentvoll mit ausgeprägtem Jagdinstinkt. Mit seinen Menschen anhänglich. Territorialer Hund mit ausgeprägter Wachsamkeit. **

Bedürfnisse: Begeisterungsfähig für jede Form der Beschäftigung. Für sportliche Menschen geeignet, kennt aber auch Auszeiten. **

Größe: 38 – 44 cm

Gewicht:  8 – 10 kg

Zwergpinscher 

Geschichte: Gewiefter Mäusefänger im Stall, aber auch damals schon als “Damenbegleithund“ genutzt. Die Bezeichnung “Rehpinscher“  bezieht sich auf der rot-braun gefärbten Zwergpinscher.

Charakter:  Kerniges Kerlchen, aber sehr aufmerksam und verspielt. Sehr auf seinen Menschen bezogen, Fremden gegenüber eher misstrauisch. Stets wachsam. **

Bedürfnisse: Anpassungsfähiger Begleithund, der mit der richtigen Erziehung und Auslastung ein netter Familienhund sein kann, sofern auf seine geringe Größe Rücksicht genommen wird. **

Größe: 25 – 30 cm

Gewicht:  4 – 6 kg

Affenpinscher

Geschichte: Früher glaubte man an eine Mischung aus Affe und Hund, er ist aber einfach ein rauhaariger Zwergpinscher mit affenartigem Gesichtsausdruck.

Charakter:  Unerschrocken, wachsam und hartnäckig. Sehr distanziert mit fremden Menschen und Hunden. Mit seiner Bezugsperson aber sehr vertraut.  **

Bedürfnisse: Anpassungsfähig für alle möglichen Lebenssituationen. Schätzt man sein typisches Wesen, kann er ein toller Begleiter für jedermann sein. **

Größe: 25 – 30 cm

Gewicht:  4 – 6 kg

Meutejäger

Meutejäger sollten in einer großen Gruppe Wild hinterherjagen und deshalb untereinander möglichst verträglich sein. Das heißt, dass ihnen relativ egal war, mit wem sie jagen, Hauptsache sie jagen. Ähnlich kann sich das Zusammenleben mit dem Menschen gestalten: Oft ist ihnen der Halter nicht so wichtig und sie begeben sich selbständig auf die Suche nach Fressbarem. Deshalb ist er für Anfänger und Familien nur bedingt geeignet.

Bloodhound 

Geschichte: Bis ins 7. Jh. sind diese Bluthunde als Schutzpatron der Jäger zurückzuführen. Ursprünglich für die Hetzjagd auf Wildschweine genutzt. Halfen dem Jäger aber auch “Schweiß“ (= Blut des Wildes) aufzuspüren. Heute leider häufig mit extremen Merkmalsübertreibungen wie übermäßiger Faltenbildung oder hängenden Augenlidern gezüchtet.

Charakter:  Sanftmütiger und gelassener Hund. Freundlich, aber ein Dickschädel. Kein ausgeprägter Schutzinstinkt. Präziser, motivierter Arbeiter. **

Bedürfnisse: Diese noch heute exzellenten Spürhunde werden häufig zum Mantrailing (dem Suchen von vermissten Menschen) eingesetzt. Eigenwillige Rasse, die gerne arbeitet und unbedingt eine Aufgabe braucht. Nicht leichtführig und daher eher kein Anfängerhund. **

Größe: 62 – 28 cm

Gewicht:  40 – 54 kg

Otterhound

Geschichte: Wie der Name verrät, einst für die Jagd auf Fischotter gezüchtet. Tummelten sich stundenlang im Wasser und orientierten sich beim Jagen an den ausgestoßenen Luftblasen.

Charakter:  Freundlich und ausgeglichen, jedoch eigensinniger Hund. **

Bedürfnisse: Liebenswerter Familienhund, jedoch mit großem Dickkopf ausgestattet. Daher in der Erziehung eher anstrengend. Liebt das Wasser und sinnvolle Beschäftigung. **

Größe: 61 – 69 cm

Gewicht:  30 – 54 kg

Basset Hound 

Geschichte: Nachkomme französischer Bassets, die in England mit Bluthunden verpaart wurden. Der ursprünglich ausdauernde zur Hasenjagd gezüchtete Meutejäger hat durch die moderne Rassehundezucht große gesundheitliche Defizite erfahren.

Charakter:  Gelassener, eigensinniger Hund, der alles im Zeitlupentempo umsetzt. *

Bedürfnisse: Der einst arbeitsfreudige Hund ist heute durch sein Gewicht und die kurzen, krummen Beine viel zu behäbig. Dennoch sollte man ihn mit für ihn sinnvollen Beschäftigungen, wie z.B. Nasenarbeit, beschäftigen. Konsequenz in der Erziehung erforderlich. **

Größe: 33 – 38 cm

Gewicht:  20 – 29 kg

Beagle 

Geschichte: Schon im Mittelalter wurden diese lauffreudigen Meutehunde speziell für die selbständige Treibjagd auf Feldhasen und Wildkaninchen gezüchtet. Sie werden zu Fuß geführt und daher auch als Treibhunde der armen Leute bezeichnet.

Charakter:  Fröhlicher, zäher Jagdhund mit geringem Bindungsvermögen gegenüber seinen Menschen. Sehr jagdlich passioniert. **

Bedürfnisse: Seinen Trieb zu kompensieren ist nur mit für ihn sinnvollen Ersatzbeschäftigungen wie z.B. Nasenarbeit möglich. Konsequente Erziehung ein absolutes Muss, damit er sich nicht verselbständigt. **

Größe: 33 – 40 cm

Gewicht:  10 – 18 kg

Basset Fauve de Bretagne 

Geschichte: Kurzbeiniger Schlag des Griffon Fauve de Bretagne. Die außergewöhnliche Jagdbegabung machte diese Rasse bei Kaninchenjagden in Frankreich so sehr populär.

Charakter:  Robuster, anpassungsfähiger und kerniger Jagdhund, der jede Situation clever meistert. Sehr selbständig. **

Bedürfnisse: Bleibt trotz des niedlichen Aussehens passionierter Jäger und braucht daher ambitionierte Halter, die seine Leidenschaft teilen. Konsequente Erziehung – nichts für Anfänger. **

Größe: 14 – 18 kg

Gewicht:  32 – 38 cm

Basset Artésien Normand 

Geschichte: Diese Rasse entstand im 19. Jh. aus den Bassets d’Artois und Normand. Dienten zur Jagd auf Kaninchen, Hasen und Reh, sowohl in der Gruppe als auch allein.

Charakter:  Lebhaft und arbeitsam, aber nicht übertrieben agil. Freundlich und anhänglich. **

Bedürfnisse: Trotz ihrer Eignung als Begleithund sind sie nach wie vor leidenschaftliche Jagdhunde, die stets ihrer Nase folgen. Konsequente Erziehung erforderlich! **

Größe: 30 – 36 kg

Gewicht:  15 – 20 kg

Basset Bleu de Cascogne

Geschichte: Aus der Provinz Gascogne im Südwesten Frankreichs. Kurzbeiniger Schlag des Grand Bleu des Cascoge. Seine kurzen Beine ermöglichten das Arbeiten im dichten Unterholz.

Charakter:  Aktiv, schnell und energisch. Anschmiegsamer, fröhlicher Hund mit Bewegungsdrang. **

Bedürfnisse: Wird jede Gelegenheit nutzen seine Nase einzusetzen und muss daher, wenn nicht jagdlich geführt, gut alternativ beschäftigt werden. Bei konsequenter Erziehung ein angenehmer Begleiter. **

Größe: 34 – 38 cm

Gewicht:  16 – 18 kg

6. DOGGENARTIGE HUNDE

Die Kräftigen

Einige dieser Rassen wurden ursprünglich zum Kampf gegen andere Hunde, Bären oder Stiere gezüchtet. Daher rührt der heutzutage leider sehr negativ belegte Begriff “Kampfhund“. Mit diesem Wort wird aber eigentlich nur der ursprüngliche Verwendungszweck erklärt. In Kampfarenen fanden diese unmoralischen Schaukämpfe statt. Die gewünschte Aggression richtete sich aber nur gegen das Tier im Ring, Aggression gegenüber Menschen war gänzlich unerwünscht. 

Dennoch ist es wichtig, diesen Hunden im Alltag klare Regeln und Strukturen zu vermitteln. Sonst besteht die Gefahr, dass unerwünschte Verhaltensweisen gezeigt werden, die aufgrund der körperlichen Beschaffenheit dieser Vierbeiner unangenehm werden könnten.

Dogo Argentino (Argentinische Dogge)

Geschichte: Wurde ab 1928 in Argentinien für die Großwildjagd aus verschiedenen doggenartigen Rassen gezüchtet.

Charakter: Robuster Hund mit hohem Territorialbewusstsein. Mit Fremden misstrauisch, in der Familie in der Regel aber anspruchslos und freundlich. Sehr selbständig und durchsetzungsfähig. Mutiger Jäger. ***

Bedürfnisse: Frühzeitige Prägung und Sozialisierung auf viele Menschen und Hunde wichtig. Sehr konsequente Erziehung und viel Unternehmungslust der Halter notwendig. Seine Kraft ist nicht zu unterschätzen. **

Größe: 60 – 68 cm

Gewicht: 38 – 50 kg

Deutsche Dogge

Geschichte: Die Nachfahren mittelalterlicher Jagdhunde, sog. “Bullenbeißer“, “Bärenfänger“ oder “Saurüden“, wurden zum Verbellen und Hetzen von Großwild genutzt.

Charakter: Selbstsicher und eigenständig. Sehr territorial motiviert und wachsam. Sensibel und menschenbezogen. **

Bedürfnisse: Neigen aufgrund ihrer überdimensionalen Größe zu einigen Krankheiten und haben keine hohe Lebenserwartung. Daher ist eine fachkundige Haltung mit viel Konsequenz und guter Erziehung nötig, vor allem weil die Hunde ja körperlich kaum zu handlen sind. ***

Größe: 71 – 86 cm

Gewicht: 45 – 90 kg

WUSSTET IHR’S?

Die Deutsche Dogge George war zu Lebzeiten der größte Hund der Welt. "Giant George" aus dem US-Bundesstaat Arizona wurde mit 2,2 Metern Länge und einer Schulterhöhe von 1,1 m offiziell ins Guiness-Buch der Rekorde aufgenommen. 111 Kilo brachte der Riese auf die Waage und verschlang rund 50 Kilo Futter monatlich.

Englische Bulldogge

Geschichte: In Großbritannien zum Bullenkampf gezüchtet. Die kurze Schnauze und zurückgenommene Nase sowie der breite Kiefer boten dem Hund Luft, während er sich in die Nase des Bullen verbiss.

Charakter: Entschlossen und kräftig, aber liebenswürdig im Wesen. Sehr temperamentvoll, aber körperlich eingeschränkt. Eigensinnig und gerne ignorant. **

Bedürfnisse: Aufgrund der “erwünschten“ Zuchtmerkmale leider oft so stark eingeschränkt, dass sie ihr aktives, fröhliches Temperament nur bedingt ausleben können. Hitze und größere Anstrengungen führen rasch zu Atemnot. Geistige Beschäftigung als Alternative wichtig. **

Größe: 31 – 40 cm

Gewicht: 23 – 25 kg

Bullmastiff

Geschichte: Aus Bulldogge und Mastiff entstandener Schutzhund für Jagdaufseher, der einst Wilddiebe stellen sollte.

Charakter: Sehr lebendig und wachsam. Selbstsicher und territorialer Hund, der sehr belastbar ist und sich oft äußerst gelehrig zeigt. ***

Bedürfnisse: Sportlicher Hund für aktive, stets konsequente Halter. Seine Wachsamkeit nimmt er sehr ernst, geht aber souverän damit um. Alles außer ausdauernde Aktivitäten mit ihm möglich. **

Größe:  61 – 69 cm

Gewicht: 41 – 59 kg

Mastino Napoletano

Geschichte: Direkter Nachfahre der römischen Kriegshunde. Zum Kampf gegen Menschen und wilde Tiere in Zirkussen eingesetzt. Bewährte sich aber später in Süditalien nur noch als Hirten- und Bauernhund.

Charakter: Sehr territorial und mit allem Fremden misstrauisch. Wirkt sehr behäbig und souverän, kann jedoch blitzschnell reagieren.***

Bedürfnisse: Kein Anfängerhund. Sachkundige, verständnisvolle Erziehung mit klaren Regeln notwendig. Muss eine Aufgabe erfüllen können, um wirklich glücklich zu sein. Sehr erwachsener Hund ohne kindlichen Flausen im Kopf. Nichts für aktive Menschen. **

Größe:  60 – 75 cm

Gewicht:  50 – 70 kg

Amerikanische Bulldogge

Geschichte: Bulldogge der ersten britischen Siedler in den USA und später als vielseitiger Mitarbeiter auf Farmen gebraucht. Nicht international anerkannt und ohne einheitliche Standards, daher sind viele Varianten in Optik und Wesen möglich.

Charakter: Unaufgeschlossen mit Fremden und sehr territorial veranlagt. Lebhaft und in der Familie fröhlich und liebenswert. **

Bedürfnisse: Braucht konsequente Führung und frühe Prägung auf viele Menschen und Hunde. Nicht leichtführig, sondern sehr selbständig. Sportlich und robust. Kein Anfängerhund.**

Größe:  32 – 68 kg

Gewicht:  51 – 71 cm

Staffordshire Bull Terrier

Geschichte: Etwa ab 1810 war der Staffordshire Bullterrier die bevorzugte Kampfhundlinie für Hund gegen Hund-Kämpfe in Englands Grafschaft Staffordshire. Die Bull-and-Terrier, wie die Rasse damals noch hieß, wurden zu Statussymbolen der Arbeiterklasse in den Kohlegebieten.

Charakter: Temperamentvoller, mutiger Hund, der mit Artgenossen oft unduldsam ist, mit Menschen aber freundlich. Wachsam und verteidigungsbereit. ***

Bedürfnisse: Kein Hund für bequeme Menschen. Er liebt gemeinsame Aktivitäten und braucht klare Grenzen und Regeln. Dann ist er liebenswürdig und geduldig. **

Größe:  11 – 17 kg

Gewicht:  11 – 17 kg

American Staffordshire Terrier

Geschichte: Einst von Briten in die USA gebracht, dienten sie dort zum Schutze gegen Koyoten und Wölfe. Diese Hunde werden zum Teil leider bis heute als “Pit Bulls“ in manchen Ländern für Hundekämpfe missbraucht.

Charakter: Sportlicher, robuster Hund mit großer Kraft und Ausdauer. Verspielt, aber stets aufmerksam und wachsam. Liebenswert im Umgang mit der Familie und sehr gelehrig. ***

Bedürfnisse: Nichts für Anfänger und antriebslose Halter. Stringente Erziehung mit klaren Regeln und gezielte Beschäftigung sind Voraussetzungen, um diesem Vierbeiner gerecht zu werden. **

Größe:  : 43 – 48 cm

Gewicht:  28 – 40 kg

WUSSTET IHR’S?

Im 18. und 19. Jahrhundert hatten die Hundekämpfe ihre Blütezeit. In den Arenen kämpften alle möglichen Rassen nicht nur gegen Hunde, sondern auch gegen andere Tiere wie Dachse, Wölfe, Wildschweine, Bären, Löwen und Bullen. Da die Kampfweise der Bulldoggen, sich schnell und unblutig in den Gegner zu verbeißen, für die Zuschauer langweilig wurde, wurden Terrier eingekreuzt. Bei Kämpfen in der Arena (englisch pit, daher die Bezeichnung Pit Bull) konnte der Besitzer des Siegers leicht einen Monatsverdienst oder mehr gewinnen.

Bull Terrier

Geschichte: Entstammt der Kreuzung alter englischer Terrier mit Bulldoggen. Ursprünglich als wendiger Hund für Tierkämpfe gezüchtet, nach dem Verbot für Kämpfe 1835 blieb er nur noch als Showhund erhalten.

Charakter: Selbstsicher, ignorant und eigensinnig, ist sich seiner Kraft voll bewusst. Mit Menschen freundlich und liebenswürdig. ***

Bedürfnisse: Kein Anfängerhund. Braucht eine fachkundige Erziehung und Menschen, die gerne etwas mit ihm unternehmen. Die konsequente Erziehung fordert Nerven, ist aber unverzichtbar, um den Bull Terrier richtig halten zu können. **

Größe:  30 – 50 cm

Gewicht:  24 – 28 kg

Bordeaux Dogge

Geschichte: Auf die kampfstarken Doggen der Kelten zurückgehende Saupacker und Bärenbeißer. Später Helfer der Fleischer und Wachhund großer Anwesen.

Charakter: Sehr territorial und selbstbewusst. Hohe Reizschwelle lässt ihn sehr souverän wirken. Ignoranz wird bei dieser Rasse groß geschrieben. **

Bedürfnisse: Kräftiger, wenig kindlicher Hund mit gemäßigtem Bewegungsdrang. Nichts für Anfänger. Mit der richtigen Aufgabe und konsequenter Erziehung führt er ein würdiges Leben. **

Größe:  58 – 68 cm

Gewicht:  45 – 55 kg

Tosa Inu (Japanischer Mastiff)

Geschichte: Der Tosa wurde Anfang des 19. Jh. in Japan für spezielle Hundekämpfe gezüchtet. Es ging dabei nicht mit den Zähnen zur Sache, er sollte aber den Gegner wie bei den Sumoringern mit Körpereinsatz niederringen. Beißen und Knurren führte zur Disqualifikation.

Charakter: Unerschrocken, mutig und sehr kräftig und körperlich im Umgang. Wirkt auf den ersten Blick gelassen und geduldig. Dient heute oft als Wachhund und ist entsprechend territorial veranlagt.***

Bedürfnisse: Behäbiger Hund mit wenig Bewegungseifer. Kein Anfänger- oder Familienhund. Muss in Kennerhände mit absolut konsequenter Erziehungslinie und Rasseverständnis. ***

Größe:  55 – 70 cm

Gewicht:  50 – 70 kg

Boxer

Geschichte: Nachfahre der Bullenbeißer und Saupacker, die bei der Jagd das gestellte Wild packten und festhielten. Der verkürzte Oberkiefer sollte der besseren Atmung bei dieser Aufgabe dienen.

Charakter: Kraft- und temperamentvoll, selbstbewusst und gelehrig. Freundlich mit Menschen, aber stets wachsam und furchtlos im Ernstfall. **

Bedürfnisse: Für alle möglichen Beschäftigungsformen mit aktiven Menschen zu haben. Klare Führung mit konsequenten Regeln unabdingbar. **

Größe: 53 – 63 cm

Gewicht:  25 – 32 kg

7. WINDHUNDE

Die Sprinter

Windhunde wurden ursprünglich zur Jagd gezüchtet. Sie sollten in heißen, trockenen, baumlosen Gebieten Gazellen und Antilopen hetzen. Ihr Körperbau wurde perfekt darauf angepasst. Sie lieben es dynamisch zu sprinten und haben ihre Umgebung als sog. “Sichthetzer“ stets im Auge. Windhunde sind also passionierte Jäger, aber unter entsprechender Anleitung auch für Anfänger geeignet. Als Familienhund eignen sich diese sensiblen Vierbeiner nur dann, wenn die Kinder schon größer sind und die Bezugspersonen mit ihrem Jagdinstinkt umgehen können.

Pharaonenhund

Geschichte: Wurde in der Antike von den Phöniziern nach Malta gebracht. Der maltesische Name Kelb tal-Fenek (etwa: Hund des Kaninchens) spielt auf seine Verwendung zur Kaninchenjagd an.

Charakter: Wachsam und stets aktionsbereit. Mit seinen Menschen verspielt und zutraulich, bei Fremden eher reserviert. Eher unabhängig mit eigenem Kopf. **

Bedürfnisse: Ist zwar anhänglich, vergisst aber trotz einfühlsamer Erziehung nie, dass er ein Jagdhund ist. Kann also nur artgerecht gehalten werden, wenn ihm ausreichend Alternativen geboten werden. **

Größe: 53 – 64 cm

Gewicht: 18 – 27 kg

Podenco Ibicenco

Geschichte: Traditioneller spanischer Kaninchenjäger, der hauptsächlich über den Tierschutz zu uns gelangt. Abbildungen dieser Hunde finden sich in Gräbern von Pharaonen wider, womit die Existenz bereits 3400 v.Chr. nachgewiesen ist.

Charakter: Zuhause ruhig und sanft, außerhalb ein top-engagierter Jagdhund: Schnell, ausdauernd und ausgesprochen aufmerksam mit der gesamten Umwelt. Sensibel und eher vorsichtig mit Menschen.**

Bedürfnisse: Jagt in der Regel mit Augen, Nase und Gehör, was ihn von den anderen Sichthetzern unterscheidet. Diese Kombination macht ihn zum perfekten Jagdhund und für Menschen oft nur bedingt ansprechbar. Viel Training und Konsequenz sind vor allem in den ersten Jahren gefragt! ***

Größe: 60 – 72 cm

Gewicht: 20 – 30 kg

Italienisches Windspiel 

Geschichte: Das Italienische Windspiel stammt von kleinen ägyptischen Windhunden ab. Während der Renaissance waren sie im Adel besonders verbreitet und beliebt. Große italienische Meister haben diese Rasse schon damals auf Gemälden dargestellt.

Charakter: Der Kleinste unter den Windhunden ist temperamentvoll, lebhaft und schnell! Sehr anhänglich und weniger selbständig. Reserviert mit Fremden.**

Bedürfnisse: Müssen ihren Bewegungsdrang ausleben dürfen. Durch ihre zarte Erscheinung sind sie weniger robust und eher empfindlich, das sollten die Halter im Umgang mit Mensch und Hund berücksichtigen. Trotz ihrer zarten Erscheinung sollten sie nicht vermenschlicht werden. **

Größe: 32 – 38 cm

Gewicht: 3 - 5 kg

Magyar Agár

Geschichte: Geht auf orientalische Steppenwindhunde mit Einkreuzung westeuropäischer Windhunde zurück. War früher mit den Magyaren, einem alten Reitervolk, als Hasenjäger unterwegs.

Charakter: Wachsam, verteidigungsbereit und robust. Mit Bezugspersonen eher anhänglich, bei fremden Menschen eher ignorant. Nach wie vor leidenschaftlicher Jäger. **

Bedürfnisse: Angenehmer Gefährte im Haus. Draußen will er hetzen und gefordert werden. ***

Größe: 62 – 70 cm

Gewicht: 22 – 31 kg

Afghanischer Windhund

Geschichte: Eine der ursprünglichsten Windhundrassen aus dem Hochland des Hindukusch. Um 4000 v. Ch. wurde bereits ein Vorfahr gezüchtet. Früher für die Hetzjagd auf Gazelle, Leopard & Co. genutzt, heute Begleit- und Sporthund.

Charakter:  Zäh, ausdauernd und selbständiger Vierbeiner. Zuhause ruhig und unaufdringlich, zurückhaltend mit Fremden. Draußen fortwährend jagdpassioniert. **

Bedürfnisse: Geduldige, konsequente Erziehung mit klaren Regeln unabdingbar. Der Hetzjäger will seine Leidenschaft bis heute ausleben und braucht Menschen, die ihm das kontrolliert ermöglichen können. **

Größe: 63 – 74 cm

Gewicht: 20 – 30 kg

Irischer Wolfshund

Geschichte: Der Irische Wolfshund hatte seine erfolgreichste Zeit im antiken und mittelalterlichen Irland vor der Einführung der Feuerwaffen und wurde zur Jagd auf Wölfe, Hirsche, Elche und anderes Großwild eingesetzt. Sein Besitz war dem Hohen Adel vorbehalten. Gilt als eine der größten Hunderassen überhaupt.

Charakter:  Sanftmütiger, sensibler Hund, der in der Regel freundlich und gelassen ist. Souveräne Wachsamkeit und etwas “über den Dingen zu stehen“ zeichnen ihn aus. **

Bedürfnisse: Diese Vierbeiner sind zu groß, als dass man Unerzogenheit in Kauf nehmen könnte. Einfühlsame und konsequente Erziehung und etwas Beschäftigung erforderlich. **

Größe: 71 – 80 cm

Gewicht: 41 – 55 kg

Deerhound (Schottischer Hirschhund)

Geschichte: Auf keltische Windhunde zurückgehender Windhund, wurde als Statussymbol der alten schottischen Clanchefs gehandelt. Zur Hetzjagd auf Hirsche (deer engl. für Hirsch) gezüchtet.

Charakter: Im Hause nur groß, aber sehr sonst sehr unauffällig. Anhänglich ohne aufdringlich zu sein. Reserviert gegenüber Menschen. Sein Jagdtrieb wird eher nur bei passender Gelegenheit ausgelebt.  **

Bedürfnisse: Liebt es zu laufen und sich auszutoben. Braucht trotz seiner Sanftmut Beschäftigung und geistige Forderung. **

Größe: 71 – 76 cm

Gewicht: 37 – 55 kg

Greyhound

Geschichte: Vermutlich brachten die Kelten die Vorfahren des Greyhounds bei ihrer Einwanderung nach Großbritannien mit. Auf kurze Distanz gilt er als schnellster Hund und wird daher bis heute für Windhunderennen genutzt.

Charakter: Ruhig und anhänglich im Haus. Setzt seine Energien dann ein, wenn sie aus seiner Sicht wirklich gebraucht werden – zur Jagd. Sehr umgänglicher, aber agiler Hund. **

Bedürfnisse: Einfühlsame und konsequente Erziehung sowie auslastende Beschäftigungsformen sind notwendig, um seinen Jagdtrieb zu kanalisieren. ***

Größe: 68 – 76 cm

Gewicht: 26 – 40 kg

WUSSTET IHR’S?

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind professionelle Windhundrennen verboten. In einigen Ländern jedoch, beispielsweise in Großbritannien, Irland und Teilen der USA, werden Rennbahnen professionell betrieben. Genau wie beim Pferderennen wird auf die Hunde gewettet. Sie laufen einem künstlichen Hasen hinterher, der auf einer Bahn eingespannt den Jagdtrieb der Sichthetzer anregt.

Whippet

Geschichte: In Nordengland mit Terriern zur Kaninchen- und Raubwildjagd gezüchtet. Waren als Jagdhunde beliebt, da sie aufgrund ihrer geringen Größe weniger verletzungsanfällig und in der Anschaffung und Erhaltung günstiger waren.

Charakter: Freundlicher, anpassungsfähiger und anhänglicher Begleithund. Will sein sprühendes Temperament aber draußen voll entfalten. Mit Fremden eher skeptisch. *

Bedürfnisse: Bei stringenter Erziehung leichtführig und auch als Anfängerhund geeignet, sofern die Halter sportlich und ambitioniert sind und seinen Jagdinstinkt kanalisieren können. **

Größe: 44 – 51 cm

Gewicht: 11 – 14 kg

Galgo Español

Geschichte: Traditioneller Hetzjäger aus Nordwest-Spanien, bis auf die Keltenwindhunde zurückgehend.

Charakter: Freundlich und verträglich, unaufdringlich und vorsichtig. Anhänglich und anpassungsfähig. *

Bedürfnisse: Nichts für bequeme Menschen, da er seiner Bewegungslust Ausgleich verschaffen will. Mit liebevoll-konsequenter Erziehung und Anti-Jagd-Training kann er zum folgsamen Begleiter erzogen werden. **

Größe:  60 – 70 cm

Gewicht: 20 – 30 kg

Sloughi

Geschichte: Der Sloughi ist der Jagdhund der Nomadenstämme Nordafrikas. Bedeutende Scheichs transportierten ihn auf der Jagd im Sattel, begleitet von abgerichteten Falken. Sobald der Falke das Wild stellte, durfte er hinterher hetzen.

Charakter: Feinfühliger Weggefährte, der engen Anschluss an seine Bezugspersonen sucht. Wachsam und reserviert mit Fremden. Intelligent und gelehrig. **

Bedürfnisse: Bei feinfühliger, aber konsequenter Erziehung, kombiniert mit ausreichenden Beschäftigungsmöglichkeiten, kann er ein toller Begleithund für aktive Familien sein. **

Größe:  61 – 62 cm

Gewicht:  18 – 28 kg

Barsoi

Geschichte: Ihr russischer Name “Psovaja borzaja“ bedeutet schnell und flink. Die Zaren hielten unzählige dieser Hunde für große Hetzjagden.

Charakter: Ruhig und reserviert. Sehr anhänglich, aber dennoch eigensinnig. Wachsam und zum Teil unduldsam mit Fremden. Bis heute passionierter Jäger. **

Bedürfnisse: Mit viel Feingefühl und klaren Regeln ist er gut zu erziehen. Braucht aber Menschen, die ihm Möglichkeiten bieten, seine Jagd- und Lauffreude ausleben zu können. **

Größe:  68 – 85 cm

Gewicht:  25 – 47 kg

Saluki

Geschichte: Hetzhund der Wüstennomaden, der sich bis in die Antike zurückverfolgen lässt. Seine Verbreitung erstreckte sich von Ägypten bis China.

Charakter: Sanftmütig und sensibel. Eher unabhängig und selbständig. Gegenüber Fremden reserviert, seiner Familie innig zugetan. **

Bedürfnisse: Passionierter Sichtjäger, der sich nicht mit Druck führen lässt. Einfühlsame Erziehung mit klaren Regeln und Grenzen erforderlich. Jagdtrieb sollte so trainiert werden, dass er kontrollierbar ist. Nichts für Stubenhocker. ***

Größe: 58 – 71 cm

Gewicht:  18 – 25 kg

8. GESELLSCHAFTS- UND BEGLEITHUNDE

Die Geselligen

Diese Rassen sind einzig und allein dafür gezüchtet worden, um dem Menschen zu gefallen. Sie sollten keine speziellen Aufgaben übernehmen, wie z.B. Bewachen oder bei der Jagd zu helfen, sie sollten einfach nur da sein. Daher zeichnen sich diese Hunde bis heute durch große Verträglichkeit und wenige Probleme in der Haltung aus. Somit eignen sie sich gut als Anfänger- und Familienhund. Unglücklicherweise wird oft vergessen, dass auch der kleinste Hund hündische Bedürfnisse hat…

Malteser

Geschichte: Antike Schoßhündchen, die dem Namen nach von den Mittelmeerinseln Insel Mljet oder Malta stammen.

Charakter: Lebhafter, gelehriger und geselliger Vierbeiner. Stets aufmerksam und verträglich mit Artgenossen. *

Bedürfnisse: Idealer Kleinhund, der sich gut anpasst, bewegungsfreudig ist, aber auch Pausen gut verträgt. Der sensible Hund ist bei guter Erziehung und klaren Regeln auch als Familienhund geeignet. Haart wenig, regelmäßige Fellpflege aber dennoch erforderlich. *

Größe: 20 – 25 cm

Gewicht: 3 – 4 kg

Havaneser

Geschichte: Wurde wahrscheinlich von italienischen Überseekapitänen in Kuba eingeführt und war dort über Jahrhunderte ein beliebter Schoßhund. Inzwischen sind alle Havaneser in Kuba ausgestorben; einige Nachkommen haben in den USA überlebt.

Charakter: Agiler, fröhlicher Zeitgenosse, der durch gute Laune und Gelehrigkeit besticht. Aufmerksam und selbstbewusst. *

Bedürfnisse: Leichtführiger, verspielter und anpassungsfähiger (Familien-)Begleithund mit Ausdauer. Verliert kaum Haare, Fell nicht ganz so pflegeintensiv. *

Größe: 23 – 27 cm

Gewicht: 3 – 9 kg

WUSSTET IHR’S?

Einige der Gesellschaftshunden gehören den sog. “Bichons“ (deutsch: Schoßhund) an. Sie waren schon in der Antike geschätzte kleine Damenhunde, die nicht nur die Seele, sondern auch kalte Füße wärmten. Die unterschiedlichen Rassen entwickelten sich erst durch die Rassehundezucht (z.B. Havaneser, Malteser, Bichon frisé etc.).

Bologneser

Geschichte: Italienischer Schoßhund, der vor allem beim Adel sehr beliebt war. Schon Kaiserin Maria Theresia besaß diese fröhlich-geselligen Begleiter.

Charakter: Lebensfroh, anhänglich und anpassungsfähig. Bei Fremden oft erst etwas reserviert.*

Bedürfnisse: Flexibles Wesen, eher einfach zu erziehen und daher für Anfänger gut geeignet. Kann ausdauernd Spazierengehen, aber auch gemütlich sein. Verliert kaum Fell.*

Größe: 25 – 30 cm

Gewicht: 3 – 4 kg

Dalmatiner

Geschichte: Einer der großen Begleithunde mit umstrittener Herkunft, vermutlich aber aus Dalmatien. Als Rasse kultiviert wurde er in England, wo er als beliebter Kutschenbegleithund diente.

Charakter: Temperamentvoll, ausdauernd und arbeitsfreudig mit oftmals ausgeprägtem Jagdtrieb. Selbstbewusst und wachsam, aber mit freundlich angenehmem Wesen. **

Bedürfnisse: Beschäftigung und Bewegung werden bei ihm groß geschrieben! Sollte also geistig und körperlich stets gefordert und vor allem konsequent erzogen werden. Mit genügend Zeit dafür ist er ein angenehmer Familienbegleithund. **

Größe:  54 – 61 cm

Gewicht: 24 – 32 kg

Bolonka Zwetna 

Geschichte: Wurde in Russland gekreuzt, dadurch entstand der Name Bolonka Zwetna (“Bunter Bologneser“). In der ehemalitgen DDR weit verbreitet, ist er bis heute nicht offiziell anerkannt und variiert daher im Erscheinungsbild.

Charakter: Freundlich, lebhaft, verspielt, aber ausgeglichen. Robuster und anpassungsfähiger Begleiter. *

Bedürfnisse: Guter Wohnungs- und Stadthund, der alle möglichen Aktivitäten mitmacht. Gut zu erziehen und daher auch für Anfänger geeignet.*

Größe: 20 – 26 cm

Gewicht:  3 -5 kg

Coton de Tuléar

Geschichte: Wurde vermutlich von Seefahrern nach Madagaskar gebracht, nach dem Ende der Kolonialzeit brachten ihn die Franzosen mit und züchteten den Coton de Tuléar. Der Name entstammt seinem baumwollähnlichen Fell (Coton) und der madagassischen Stadt Toliara.

Charakter: Fröhlich, ausgeglichener Hund, der mit Menschen und Artgenossen sehr umgänglich ist. Anhänglich und aktiv, aber nicht ständig überdreht. *

Bedürfnisse: Anpassungsfähiger Begleithund, dessen Erziehung sich nicht übermäßig herausfordernd gestaltet. Haart wenig, das wattebauschähnliche Fell verfilzt aber sehr schnell und sollte daher regelmäßig gepflegt werden. *

Größe:  23 – 28 cm

Gewicht:  : 3 – 5 kg

Pudel 

Geschichte: Ursprünglicher Wasserhund für die Jagd auf Enten & Co. Neben dem Großpudel (siehe Jagdhunde – Gemeinschaftsjäger) gibt es auch den Kleinpudel, vor einigen Jahren kamen die noch kleineren Zwerg- und Toypudel dazu.

Charakter: Fröhlicher, aufgeschlossener, aber auch etwas sensibler Begleithund. Anpassungsfähig und immer für Arbeit und Spaß zu haben. *

Bedürfnisse: Die aufwendigen Schuren sind nur auf Hundeschauen erwünscht und unnötig. Pudel kommen nicht in den klassischen Fellwechsel, haaren daher kaum und sind deswegen bei Allergikern sehr beliebt. Leicht erziehbarer, arbeitsfreudiger Hund, der aber gefordert werden will. **

Größe:  45 – 25 cm

Gewicht:  2 – 12 kg

Chinesischer Schopfhund (Chinese Crested Dog)

Geschichte: Es gibt zwei Varianten: Der so genannte Powder Puff besitzt langes seidiges Fell. Der Typ Hairless hat kaum Fell am Körper. Sie haben in China eine uralte Tradition, wurden mit großer Sorgfalt gezüchtet und dienten als Wächter und auch als Jagdhunde.

Charakter: Anhänglich, menschenbezogen und sanftmütig. Fremden gegenüber eher zurückhaltend bis misstrauisch. Sie sind verspielte, aufgeweckte und lernwillige Begleiter.*

Bedürfnisse: Die nackten Exemplare leiden sehr unter Kälte, ihre Haut ist sehr empfindlich und stets zu pflegen. Ansonsten sehr unaufdringlich, aber lebhaft und verspielt. **

Größe:  23 – 33 cm

Gewicht:  3 – 5 kg

WUSSTET IHR’S?

Haarlosigkeit ist ein bei Nackthunden bewusst gezüchteter Gendefekt. Nach österreichischem Tierschutzgesetz (§ 5) ist es verboten, Tiere mit diesem Merkmal zu züchten, zu erwerben oder zu vermitteln.

Belgischer Griffon 

Geschichte: Ehemaliger Stallhund für die Jagd auf Ratten und Mäuse. War aber schon bald beim Adel beliebt. Kreuzung mit Mops, King Charles Spaniel und Yorkshire Terrier verleihen ihm sein heutiges Erscheinungsbild.

Charakter: Ausgeglichener, halterbezogener und stets aufmerksamer Wächter. Robust und anpassungsfähig ist er für Anfänger und Familien optimal geeignet. *

Bedürfnisse: Leichtführig, bewegungs- und lernfreudig und obendrein verspielt. Seine kurze Nase führt allerdings leider häufig zu Atemproblemen. *

Größe:  21 – 28 cm

Gewicht:  4 – 6 kg

Cavalier King Charles 

Geschichte: Ursprünglich beliebte Jagdhunde, die später nur mehr als Begleithunde europäischen Adels dienten und durch den englischen König Karl I bekannt wurden. Der reine “King Charles Spaniel“ besitzt eine viel kürzere Nase und wurde, seiner Gesundheit zum Glück, zur Rarität.

Charakter: Gutmütiger, freundlicher Begleiter, der sich durch seine Sozialverträglichkeit auszeichnet. Weiß noch immer, dass er mal Jagdhund war, jagt aber durch seine Anhänglichkeit nicht exzessiv. *

Bedürfnisse: Sehr anpassungsfähiger Vierbeiner, der die Nähe seiner Menschen, Beschäftigung und etwas Sport liebt. Muss wie jeder Hund vernünftig erzogen werden, gilt aber als leichtführiger Anfängerhund. **

Größe:  30 – 33 cm

Gewicht:  5 – 8 kg

Chihuahua

Geschichte: Die kleinste Hunderasse der Welt wurde in Mexiko entdeckt. Entstand vermutlich durch die Kreuzung mit einem Podenco. Die Langhaarvariante geht auf eine Papilloneinkreuzung zurück.

Charakter: Lebhaft und lernwillig, häufig sehr sensibel und unsicher, vor allem mit größeren Hunden. Wenig robust, aber dennoch kleine Persönlichkeiten. **

Bedürfnisse: Konsequente Erziehung ohne Vermenschlichung ist nicht zuletzt sehr wichtig, um diesen Hundezwergen im Alltag die nötige Sicherheit bieten zu können. Kann vielseitig beschäftigt werden und ist sehr gelehrig. *

Größe:  15 – 22 cm

Gewicht:  1 – 3 kg

Kromfohrländer 

Geschichte: Nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland als Mix aus Fox Terrier und einem unbekannten Mischling mit dem Zuchtziel eines “angenehmen Familienhundes“ gezüchtet. Es gibt sie als Glatt- und Rauhaar-Variante.

Charakter: Lebhafte, aufgeweckte und selbstbewusste Vierbeiner, die viel Nähe zu ihren Bezugspersonen schätzen, bei Fremden aber zurückhaltend sind. Wachsam und lernfähig. **

Bedürfnisse: Begleithund, der mit klaren Regeln und Konsequenz auch ein beliebter Familienhund ist. Ausreichende geistige und körperliche Beschäftigung sind aber Voraussetzung, um ihm gerecht zu werden. **

Größe:  38 – 46 cm

Gewicht: 9 – 16 kg

Pekinese 

Geschichte: Der Peking-Palasthund gehörte zum chinesischen Hofstaat. Es war bei Todesstrafe verboten, diese Hunde außerhalb des Hofes zu halten. Als Peking erobert wurde, gelangten einige Tiere nach England, wo sie als eigene Rasse gezüchtet wurden.

Charakter: Aufmerksame Hunde mit Zurückhaltung gegenüber Fremden. Kleine Persönlichkeiten mit eigenem Kopf. Ruhig und gelassen, versucht aber auch gerne sich durchzusetzen, wenn ihm danach ist. **

Bedürfnisse: Braucht konsequente Erziehung und Menschen, die mit seinem Sturkopf umgehen können. Kein klassischer Familienhund mit viel Gemütlichkeit. Aufgrund seiner kaum vorhandenen Nasenlänge hat er häufig Atembeschwerden und ist nicht ausdauernd. *

Größe:  15 – 28 cm

Gewicht:  4 – 6 kg

Französische Bulldogge 

Geschichte: Stammt von kleinen Bulldoggen ab, die im 19. Jh. in die Normandie kamen. Wurden in Paris mit anderen Rassen gemixt und zum beliebten Modehund.

Charakter: Schlau, liebenswürdig und lernwillig. Aufmerksam, verspielt und sehr sozialverträglich. Kleiner Sturkopf inklusive. *

Bedürfnisse: Halter müssen ihrem Charme widerstehen und diese verschmusten Hunde dennoch konsequent erziehen und vor allem geistig fordern. Robuster Hund, der daher auch gut als Familienhund geeignet ist. Aufgrund ihres optischen Auftretens gibt es oft Kommunikationsprobleme mit anderen Hunden. **

Größe:  30 – 40 cm

Gewicht:  8 – 14 kg

Mops

Geschichte: Stammt vermutlich aus dem Fernen Osten und ist seit jeher beliebter Begleiter des europäischen Adels und bis heute ein Modehund. Der Trend geht aufgrund seiner massiven gesundheitlichen Defizite zu seinem Glück wieder zum “Retro Mops“ mit längerer Nase und schlankem Körper.

Charakter: Fröhlicher Hund mit hoher sozialer Verträglichkeit. Selbstsichere Persönlichkeit, aber nicht größenwahnsinnig. Sehr menschenbezogen. *

Bedürfnisse: Wird wegen seiner niedlichen Optik oft verhätschelt, dabei ist er ein robustes Kerlchen und will wie ein Hund behandelt werden. Kurzatmigkeit, Röcheln und lautes Schnarchen sind die Auswirkungen seiner zu kurzen Nase, die ihn leider wenig ausdauernd machen. Er will aber gefordert werden! **

Größe:  25 – 30 cm

Gewicht:  6 – 8 kg

Boston Terrier

Geschichte: Eine in den 1870er-Jahren in den USA geschaffene Kreuzung aus europäischen Bulldoggen und glatthaarigen Terriern.

Charakter: Anpassungsfähig, robust und temperamentvoll. Lebensfroh, menschenfreundlich und verträglich mit Artgenossen. Die schweren, resoluteren Typen kommen eher nach der gelassenen Bulldogge, die Schlankeren eher nach dem kernig-lebhaften Terrier. *

Bedürfnisse: Angenehmer, nicht kompliziert zu erziehender Begleiter, der sich in alle Lebensumstände einfügt. Bei langer Nase auch lauffreudig und unermüdlich, will stets kreativ ausgelastet werden. **

Größe:  36 – 42 cm

Gewicht:  6 – 11 kg

Shi-Tzu

Geschichte: Bis heute in den tibetischen Klöstern als Löwenhündchen Buddhas gezüchtet und auch als Wachhund genutzt. Gelangten im 17 Jh. als Tributzahlung in das chinesische Kaiserreich, wo sie behutsam weiter gezüchtet wurden.

Charakter: Robuster, temperamentvoller Hund mit freundlichem Wesen, aber starker Persönlichkeit. Wahrt gerne eine gewisse Selbständigkeit, mit Fremden freundlich, aber unaufdringlich. *

Bedürfnisse: Seine hohe Sozialverträglichkeit macht ihn zum beliebten Hund für alle möglichen Menschen. Er ist lebhaft und verspielt und strebt daher nach Beschäftigung. Solide Erziehung nötig! *

Größe:  25 – 27 cm

Gewicht:  4 – 8 kg

Bichon à poil frisé

Geschichte: Stammt aus der frühesten Zeit um 1500, als Spanische Segler einige dieser Hunde mit sich auf die Canarischen Inseln brachten. Dort wurden sie an anerkannte spanische und italienische Persönlichkeiten verkauft, die sie wiederum an französische Eindringlinge als Kriegsbeute verloren haben.

Charakter: Aufgeweckte Hündchen, die überall dabei sind. Selbstbewusst, stets aufmerksam und freundlich zu Mensch und Tier. *

Bedürfnisse: Anpassungsfähig und trotz ihrer geringen Größe ausdauernd und als Sportbegleiter geeignet. Kann aber auch mal Nichtstun – Hauptsache er ist unter seinen Menschen. *

Größe:  25 – 30 cm

Gewicht:  5 – 7 kg

WUSSTET IHR’S?

Da Gesellschaftshunde nur gezüchtet wurden, um dem Menschen zu gefallen, entsprechen sie häufig dem sog. “Kindchenschema“. Große Kulleraugen und runde Köpfe sollen sie süß und kindlich aussehen lassen. Leider bringen diese Eigenschaften auch große gesundheitliche Probleme wie Atemnot und Gehirnerkrankungen mit sich, daher ist das absichtliche Züchten dieser Merkmale laut Österreichischem Tierschutzgesetz sogar verboten!

9.  HUNDE VOM URTYP

Die Ursprünglichen

Hunde dieser Kategorie zeigen einen noch sehr ursprünglichen Lebensstil, alle Instinkte wie Jagen, Territorial- und Sexualinstinkt und ihr sozialer Rudelinstinkt sind bis heute in eher starker Ausprägung in ihnen. Sie waren früher teilweise zum Ziehen von Lasten über lange Strecken im Einsatz, aber genauso wichtige Wachhunde. Ihr Futter erjagten sie meist selbständig. 

Da diese Rassen sich eher sehr erwachsen benehmen, sind sie eher an für sie sinnvollen Aufgaben interessiert. Da man einen Ball nicht essen kann, gibt es für diese Hunde keinen Grund ihm nachzulaufen. Aufgrund ihrer Selbständigkeit sind diese Rassen für Anfänger wenig geeignet, denn es erfordert sehr viel Konsequenz und Geduld diese Hunde zu erziehen.

Tschechoslowakischer Wolfshund 

Geschichte: 1955 wurden deutsche Schäferhunde mit dem Karpatenwolf gekreuzt, um einen Diensthund zu bekommen, der die scharfsinnigen natürlichen Eigenschaften des Wolfes mit der Gelehrigkeit des Schäferhundes vereint. Es zeigte sich aber, dass Scheu und Fluchtverhalten des Wolfes auch nach mehreren Generationen tief verankert blieben.

Charakter: Agiert sehr instinktveranlagt, ist temperamentvoll und ausdauernd. Zeigt große Eigenständigkeit und Misstrauen gegenüber Fremden.***

Bedürfnisse: Für ihn sinnvolle, abwechslungsreiche Beschäftigung und Bewegung sowie eine disziplinierte Erziehung mit viel Konsequenz und ohne Druck sind absolut wichtig! **

Größe: 60 – 75 cm

Gewicht: 20 – 26 kg

Grönlandhund

Geschichte: Transport- und Jagdhund der Inuit, der ausdauernd Lasten zog, aber auch fleißig bei der Jagd auf Robben und Eisbären half.

Charakter: Ausdauernd und beharrlich mit starkem Jagdtrieb. Menschen gegenüber nicht unfreundlich, aber ohne enges Bindungsvermögen. Sehr ursprünglicher, robuster Typ. ***

Bedürfnisse: Sollte nur in Kennerhände und ohne Druck, aber entsprechend konsequent geführt werden. Wird auch bei guter Auslastung seine Selbständigkeit nicht aufgeben. Nichts für Anfänger! ***

Größe: 55 – 65 cm

Gewicht: 25 – 35 kg

Samojede

Geschichte: Der sibirische Stamm der Samojeden nutzte diese Hunde zum Hüten ihrer Rentierherden und als Jagd- und Schlittenhund.

Charakter: Lebhaft, freundlich und aufgeschlossen, dennoch sehr unabhängig und eigenwillig. Besticht durch Sanftmut, der Jagdinstinkt ist ihm bis heute geblieben. ***

Bedürfnisse: Geht gerne seine eigenen Wege und braucht daher von Anfang an klare Erziehung und Regeln mit viel Geduld. Kein Hund für bequeme Menschen. Haart relativ stark. **

Größe: 51 – 59 cm

Gewicht: 17 – 30 kg

Alaskan Malamute

Geschichte: Der größte und mächtigste Schlittenhund lebte bei den Malamuten, im westlichen Alaska, erlangte durch Polarexpeditionen seine Bekanntheit.

Charakter: Freundlich, aber ohne besonders engen Bezug zum Menschen. Ruhig und gelassen, aber mit eigenem Willen. Sehr wachsam und jagdlich motiviert. ***

Bedürfnisse: Die kräftigen Lastenzieher sind ausdauernd, aber keine Rennsportler. Sollte unbedingt eine Aufgabe erfüllen dürfen, braucht aber engen Kontakt zum Menschen und Erziehung mit Sachverstand und Erfahrung. ***

Größe: 59 – 64 cm

Gewicht: 34 – 38 kg

Siberian Husky

Geschichte: Der Hüte-, Jagd- und Schlittenhund der sibirischen Ureinwohner wurde durch russische Pelzhändler nach Alaska gebracht, wo sie sich bei Schlittenhunderennen durch ihre Schnelligkeit auszeichneten und schnell beliebt wurden.

Charakter: Sanftmütig und sozialverträglich, aber unter Umständen sehr temperamentvoll und freiheitsliebend. Arbeitsfreudig und gelehrig, wenn er möchte.**

Bedürfnisse: Sportlich-aktiver Hund, der umfassend beschäftigt werden will - nicht nur Bewegung ist gefragt. Er sollte durch solide Erziehung von Anfang an klar geführt werden, damit ihm möglichst viele Freiheiten geboten werden können. Nur für ambitionierte und erfahrene Halter. ***

Größe: 51 – 60 cm

Gewicht: 16 – 28 kg

Norwegischer Elchhund

Geschichte: Es gibt sie in 2 Farbschlägen: Grau und schwarz, sie werden auch als unterschiedliche Rassen mit leicht abweichenden Wesensmerkmalen geführt. Dort werden sie auch heute noch zur Elchjagd eingesetzt. Man führt sie als Schweißhunde, die an der langen Leine die Wildwitterung aufnehmen.

Charakter: Etwas menschenbezogenere Rassen, da sie ja für die Zusammenarbeit gemacht wurden. Sozialverträglich und wachsam. **

Bedürfnisse: Mit Konsequenz eher leichtführiger Hund, der aber sehr gut jagdlich ausgelastet werden muss, da er sich sonst verselbständigt. Die robusten Hunde sind nichts für bequeme Menschen. **

Größe: 49 – 52 cm

Gewicht:  

Norwegischer Lundehund

Geschichte: Wurde für die Jagd auf Papageitaucher (norw. Lunde) und das Einsammeln derer Eier an den norwegischen Küsten gezüchtet. Nach dem Artenschutz dieser Vögel ist die Rasse beinahe ausgestorben.

Charakter: Aufmerksam und lebhafter Hund mit hohem Maß an Selbständigkeit. Bei Fremden zurückhaltend, mit Artgenossen verträglich. Stets wachsam. ***

Bedürfnisse: An seiner Eigenständigkeit sollte man von Anfang an konsequent arbeiten, dann kann er zum angenehmen Begleiter für sportlich-aktive Halter werden. ***

Größe: 32 – 38 cm

Gewicht: 6 – 7 kg

WUSSTET IHR’S?

Dem norwegischen Lundehund wurden für die spezielle Jagd auf Papageitaucher (Vögel) besondere anatomische Merkmale angezüchtet. Ein besonderer Schultergürtel macht es dem Tier möglich, die beiden Vorderläufe im 90°-Winkel seitlich wegzustrecken. Der Kopf lässt sich bis an die Wirbelsäule nach hinten biegen, wodurch er sich “kürzer“ machen kann. Um die Papageitaucher nicht zu stark zu verletzen, haben die Hunde bis zu acht Backenzähne weniger. Seine normalerweise spitz nach oben stehenden Ohren kann er zuklappen, um seine Gehörgänge vor Schmutz und Tropfwasser zu schützen.

Finnenspitz 

Geschichte: Traditioneller finnischer Jagdhund für kleines Raubwild, (Wasser-)Vögel und Elche. Stellt die Jagdbeute durch seine durchdringende Stimme.

Charakter: Lebhafter, entschlossener Hund mit gewissem Maß an Eigenständigkeit. Sehr auf seine Bezugspersonen bezogen. Stets aufmerksam und wachsam. **

Bedürfnisse: Intelligent und gelehrig, kann bei konsequenter Erziehung auch durchaus kooperativ sein. Will vielseitig und sinnvoll beschäftigt werden. Für aktive Menschen, die mit seiner Eigenwilligkeit umgehen können.**

Größe: 42 – 47 cm

Gewicht: 7 – 13 kg

Islandhund 

Geschichte: Kam mit den Wikingern nach Island und wurde dort als Helfer beim Hüten und Treiben der Pferde und Schafe genutzt.

Charakter: Aktiver quirliger Hund, stets freundlich und neugierig. Meldet Fremde sehr ambitioniert, sehr anhänglich mit ihren Menschen. Gelehrig und kooperativ. **

Bedürfnisse: Braucht Beschäftigung und Bewegung, um ausgeglichen zu sein. Bei liebevoll-konsequenter Erziehung wird er zum angenehmen, flexiblen Begleiter für aktive Menschen. **

Größe:  43 – 46 cm

Gewicht: 12 – 18 kg

Wolfsspitz 

Geschichte: Ehemaliger Wachhund der Binnenschiffer. Sein Name bezieht sich auf die Fellfarbe, er hat sonst nichts mit einem Wolf zu tun.

Charakter: Sehr aufmerksamer, gelehriger Hund mit eigenem Kopf. Territorialer Wächter, der mit Fremdem generell erstmal unduldsam ist. Jagdlich passioniert. **

Bedürfnisse: Hat man einen guten Zugang zu ihm gefunden, ist er gut motivierbar für vielerlei Aktivitäten. Dies setzt aber konsequente und einfühlsame Erziehung voraus. Sein Fell ist sehr pflegeintensiv.***

Größe:  43 – 55 cm

Gewicht:  16 – 25 kg

Großspitz 

Geschichte: Hüte- und Hofhund der deutschen Bauern. Etwas kleiner als der Wolfsspitz, gehört er heute leider zu den vom Aussterben bedrohten Rassen.

Charakter: Lebhafter, lernbereiter Hund mit starker Persönlichkeit. Seine Reviertreue und die hohe Wachsamkeit machen ihn zum unbestechlichen Wächter. Anhänglich bei seinen Besitzern. **

Bedürfnisse: Nur konsequente Erziehung mit klaren Regeln macht ihn zum gesellschaftsfähigen Begleiter. Fordert nicht überaus viel Bewegung, muss aber beschäftigt werden. Seine Fellpflege ist eher aufwendig. ***

Größe:  42 – 50 cm

Gewicht:  15 – 20 kg

Klein- und Mittelspitz

Geschichte: Seit Jahrhunderten beliebter Wachhund, Ratten- und Mäusejäger in Deutschland, später klassischer Begleithund von nebenan.

Charakter: Lebhaft, aufmerksam und sehr menschenbezogener Hund. Dennoch bis heute ausgesprochen wachsam und bei Fremden manchmal misstrauisch. **

Bedürfnisse: Mit solider Erziehung ein leichtführiger Hund, der gerne unterwegs ist, Lust am Spielen hat und gerne zu motivieren ist. Muss beschäftigt werden, fordert dies aber nicht unentwegt. **

Größe:  23 – 37 cm

Gewicht: 3 – 10 kg

Zwergspitz 

Geschichte: Spitze waren immer ausgesprochen gute Wachhunde und wurden später immer mehr zum wachsamen Familienbegleiter. Besonders in den USA und England ist die Zwergenvariante sehr beliebt und als “Pomerian“ bekannt.

Charakter: Selbstbewusster, lebhafter und verspielter Kleinhund mit großer Persönlichkeit. Meldet Fremde bis heute sehr verlässlich, ist aber im Kern freundlich und anhänglich mit seinen Menschen. **

Bedürfnisse: Flexibler Kleinhund für Menschen. die sich gerne mit ihrem Hund beschäftigen und ihn gerne überall dabei haben. Er macht überall gerne mit, fordert aber keine sportlichen Höchstleistungen. **

Größe:  18 – 22 cm

Gewicht:  1,5 – 3 kg

Chow Chow 

Geschichte: Die Jahrtausende alte, aus China kommende Rasse wurde als Jagd- und Wachhund verwendet. Von den Chinesen auch “Wolfshund“, “Bärenhund“ und aufgrund der eigentümlichen Zungenfärbung auch “blaue Zunge“ genannt.

Charakter: Ruhiger, eigensinniger und unabhängiger Hund mit großer Wachsamkeit und Zurückhaltung gegenüber Fremden. Geht bis heute gerne jagen. ***

Bedürfnisse: Mit viel Gefühl und Konsequenz zu erziehen, wird aber immer nur bedingt die Führung des Menschen annehmen. Liebt Spaziergänge und jagdliche Spielereien, ist aber sehr hitzeempfindlich. **

Größe:  46 – 56 cm

Gewicht:  20 – 32 kg

Eurasier 

Geschichte: Durch die Kreuzung von Wolfsspitz und Chow-Chow und Samojeden entstanden und erst 1973 offiziell anerkannt. Die Idee dabei war, eine Hunderasse des Polarhundetyps zu züchten, die sich als Familienhund eignen.

Charakter: Sanftmütig, aufmerksam und wachsam, aber ruhig. Der Jagdtrieb ist zum Teil bis heute stark ausgeprägt. Anhänglich und halterbezogen, bewahrt aber seinen eigenen Kopf. **

Bedürfnisse: Seine Selbständigkeit sollte vom Menschen über eine verständnisvolle und konsequente Erziehung gut reguliert werden. Wer mit ihm umzugehen weiß, hat einen aktiven und anpassungsfähigen Begleiter. **

Größe:  48 – 60 cm

Gewicht:  18 – 32 kg

Akita Inu 

Geschichte: Diente einst zur Bärenjagd und entstand aus einer Kreuzung mit Mastiff, Tosa Inu und später dem deutschen Schäferhund.

Charakter: Ruhiger, kräftiger Hund mit ausgeprägtem Jagd- und Territorialinstinkt. Tendenziell skeptisch mit anderen Menschen und Hunden. Handelt sehr selbständig. ***

Bedürfnisse: Sollte von Anfang an gute Erziehung genießen und viele Menschen und Hunde positiv kennenlernen. Muss seinen Anlagen entsprechend beschäftigt werden. **

Größe:  61 – 67 cm

Gewicht:  32 – 59 kg

American Akita

Geschichte: In die USA importierte Akita Inus entwickelten sich seit 1950 zu einem eigenen Rassetyp, der 1998 erst nur “Großer Japanischer Hund“, später dann “American Akita“ genannt wurde.

Charakter: Kräftiger, selbstbewusster und sehr eigenständiger Hund mit hohem territorialen Anspruch, ausgeprägtem Jagdtrieb und Skepsis gegenüber Fremden. ***

Bedürfnisse: Kein Anfängerhund. Welpen sollten beim Züchter schon auf ein gesellschaftstaugliches Leben vorbereitet werden und viel kennenlernen. Klare Regeln und disziplinierte Erziehung sind ein absolutes Must! ***

Größe:  61 – 71 cm

Gewicht:  35 – 55 kg

Japan Spitz

Geschichte: Vermutlich vom deutschen Großspitz abstammender Hund, der seit 1920 auch in Japan vorkam. Kompakter kleiner Begleithund für japanische Wohnverhältnisse.

Charakter: Fröhlich, aufgeweckt, aber ruhig. Angenehmer, geselliger Vierbeiner, der sich allen Lebensumständen anpasst und wenig von der Ursprünglichkeit und Eigensinnigkeit seiner Rassekollegen behalten hat. *

Bedürfnisse: Liebt Beschäftigung aller Art ohne regelmäßig sportliche Höchstleistungen zu fordern. Leichtführiger flexibler Vierbeiner, der auch für Anfänger geeignet ist. **

Größe:  28 – 38 cm

Gewicht:  7 – 10 kg

Shiba Inu

Geschichte: Uralte Rasse aus den bergigen Regionen am Japanischen Meer, für die Jagd auf Kleinwild und Vögel genutzt.

Charakter: Scharfsinnig, lebhaft und selbständig mit starker Leidenschaft für die Jagd. Sehr wachsamer Aufpasser, mit Fremden misstrauisch. Robust und sportlich. ***

Bedürfnisse: Der kleine Vierbeiner weiß sich durchzusetzen und seine Interessen zu verfolgen. Sollte daher klar, aber feinfühlig erzogen werden. Wird er typgerecht ausgelastet, kann sein Jagdtrieb kanalisiert werden. **

Größe:  37 – 40 cm

Gewicht:  7 – 11 kg

Basenji

Geschichte: Einer der urtümlichsten Hunde überhaupt, entstammt dem zentralen Afrika und diente den Ureinwohnern als Jagdhund. Seit den 1930er-Jahren wird er systematisch gezüchtet. Lebt aber heute noch im Regenwald und treibt das Wild in dafür gespannte Netze.

Charakter: Intelligente, sehr unabhängige Jäger mit hohem Freiheitsdrang. Fremden gegenüber reserviert und wachsam. Keine allzu enge Bindung an ihre Menschen. ***

Bedürfnisse: Beschäftigung und Auslastung ist wichtig, jedoch ist ihre Kooperationsbereitschaft sehr gering ausgeprägt. Kann nur mit viel Rasseverständnis und Konsequenz erzogen werden! ***

Größe:  38 – 43 cm

Gewicht:  9 – 12 kg

WUSSTET IHR’S?

Basenjis, die Jagdhunde der Ureinwohner Zentralafrikas, bellen nicht, sie äußern sich mit glucksenden, dem Jodeln ähnlichen Tönen.

Thai Ridgeback 

Geschichte: Der traditionelle Hund wurde im Osten Thailands zur Jagd, als Wach- und Begleithund der Fuhrleute gehalten. Durch die schlechten Transportmöglichkeiten im Land kam es nicht zur Vermischung mit anderen Rassen.

Charakter: Robuster, kerniger und lebhafter Hund mit hoher Wachsamkeit. Sehr reserviert zu Fremden, innerhalb der Familie aber sehr vertraut. Dennoch sehr eigenständig mit wenig Bindungsvermögen. ***

Bedürfnisse: Nach wie vor ist der leidenschaftliche Jäger mit allen ursprünglichen Instinkten ausgestattet und lebt diese auch aus, sofern er nicht von Rassekennern verständnisvoll erzogen wird. Nichts für Anfänger oder bequeme Halter. ***

Größe:  51 – 61 cm

Gewicht:  16 – 34 kg

Xoloitzcuintle (Mexikanischer Nackthund)

Geschichte: Früher nährten sich die mexikanischen Eingeborenen von seinem Fleisch. Er wurde als irdischer Vertreter des Unterwelt-Gottes "Xolotl" angesehen, von welchem offensichtlich sein Name stammt. In 3 Größenordnungen gezüchtet.

Charakter: Ruhiger, aufmerksamer und fröhlicher Hund. Misstrauisch gegenüber Fremden und wachsam. Ansonsten eher unkompliziert. **

Bedürfnisse: Macht gerne alles mit, fordert aber nichts ein. Aufgrund ihrer Haarlosigkeit entsprechend empfindlich, die sensible Haut erfordert zusätzliche Pflege. **

Größe:  25 – 55 cm

Gewicht:  16 – 25 kg

Peruanischer Nackthund

Geschichte: Sie existieren wohl seit über 1000 Jahren in Südamerika und gelten heute als nationales Kulturgut in Peru. Früher wurden sie wegen angeblicher Heilwirkungen gegen Krankheiten verehrt und geschätzt. Heute in 3 Größen vorhanden.

Charakter: Anpassungsfähig, aufmerksam und aufgeweckter Hausgenosse. Sehr wachsam und skeptisch bei Fremden. Athletisch und sportlich. **

Bedürfnisse: Relativ anspruchslose Hunde, die sich gut anpassen und sehr halterbezogen sind. Mag Beschäftigung, macht aber auch gerne mal Pause. Seine Haarlosigkeit macht ihn sehr kälteempfindlich, seine Haut muss regelmäßig gepflegt werden. **

Größe:  25 – 65 cm

Gewicht:  4 – 25 kg